Manchmal würden wir dem Schicksal doch nichts Sehnlicheres entgegen schleudern, als Du Scheusal! oder Ähnliches. Vor allem natürlich dann, wenn uns das Schicksal eben mit hartem, eisigen Wind entgegenbläst
Neulich hat sich mir eine neue Bedeutung von SchickSal erschlossen. Ich stellte fest, dass man/frau sich da nämlich auch hineinSchicken kann. Nicht einfach fatalistisch drauf los, ohne zu denken und zu fühlen. Nein, ein HineinSchicken, das zwar um die Unveränderlichkeit der momentanen Situation weiss, aber weiter um die Veränderlichkeit bittet und auch auf Änderung hofft.
Nur, weil man/frau nun eben vom SchickSal “heimgesucht” wurde, heisst das ja noch lange nicht, den Kopf einfach in den Sand zu stecken und auf AutopilotIn (was meist einher geht, mit dem Abschalten des Bewusstseins) zu schalten. Vielmehr gibt es ja auch die Möglichkeit, sich in das SchickSal hinein zu schicken – mit vollem Bewusstsein – und das, was da einem geSchickt wurde, auch einmal geniessen. Das verstehe ich neuerdings unter mich hineinschicken.
So gesehen kann ich das SchickSal beim besten Willen nicht mehr als ScheuSal bezeichnen.