Im Gespräch mit Frank Schirrmacher über die Notwendigkeit von Reformen im Finanzsektor

Veröffentlicht in Gesellschaft, Rezension mit den Tags , , , , , , am 25. Januar 2012 von Matthias A. Weiss

Der Mitherausgeber der FAZ im Gespräch mit Martin Beglinger und Daniel Ryser vom Magazin vom 21. Januar 2012:

Wer ist dafür verantwortlich [dass es mit den Mittelschichten bergab geht]?
Als Erstes ist dafür bürgerliche Politik haftbar zu machen. Der Sinn bürgerlicher Politik ist nicht, Unternehmen von der Pleite zu bewahren, sondern langfristig einer Gesellschaft ein Fundament zu geben.
[...]
Wir tun bei der Finanzindustrie immer so, als handle es sich hier um eine positivistische Wissenschaft, wo einer uns jetzt genau ausrechnen kann, was passiert, wenn wir dies oder das tun. Doch dem ist nicht so. Nationalökonomie funktioniert nicht mathematisch. Es ist vielmehr eine Religion – wie das Weltbild im Mittelalter. Aus einem solchem System auszubrechen, ist ganz schwierig. Uns fehlt sozusagen ein Martin Luther.

Was 2012 passieren könnte…

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Religion, Rezension mit den Tags , am 20. Januar 2012 von Matthias A. Weiss

Ich bin ja weiss GOTT kein Anhänger der, vor allem aus der esoterischen Ecke kommenden, 2012-Hysterie. Jetzt ist mir aber ein Film in die Hände gekommen, der das Ganze m.E. wirklich von einer neugierig verstehen-wollenden Seite angeht. Wirklich beachtens-, bemerkens- und sehenswert.

Neues zur Finanzkrise

Veröffentlicht in Gesellschaft, Rezension mit den Tags , , , , , , , am 15. Januar 2012 von Matthias A. Weiss

Im Magazin vom 14. Januar 2011 wird der Krimi-Autor des Thrillers Angst, Robert Harris, im Interview zur Finanzkrise befragt. Und, er  gibt eine äusserst spannende, bemerkenswerte und nach-denkenswerte Antwort:

Um die gegenwärtige Krise zu verstehen, muss man auf die Krise des Kommunismus zurückblicken. Jetzt erlebt der Kapitalismus seine Krise, aber der grosse Unterschied ist, dass es zu dem bestehenden System keine Alternative zu geben scheint. Diese Erkenntnis verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit, das die Menschen empfinden, ihre Wut auf die Politiker, die keine Lösungen anbieten. Der Protest der Bevölkerung, nicht nur in den von der Schuldenkrise bislang am stärksten betroffenen Ländern der Eurozone, steckt jedoch noch in den Anfängen. Richtig hässlich und extrem wird es in einer Gesellschaft immer erst dann, wenn die Ersparnisse einbrechen und die Menschen die Banken stürmen. Ich bin allerdings Optimist und glaube, dass die menschliche Erfindungsgabe in der Lage sein wird, die Probleme, die sie selbst erschaffen hat, auch wieder zu lösen.

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