Archiv für Dezember, 2008

Trauungen nach Mass. Auftritt an der Fest- & Hochzeitsmesse.

Veröffentlicht in Uncategorized am 19. Dezember 2008 von Matthias A. Weiss

trauungen.ch

trauungen.ch an der Hochzeitsmesse 10.-11. Januar 2009
Wer sich schon immer damit befasst hat, nächstes Jahr zu heiraten, aufgepasst. Ich bin mit trauungen.ch an der Fest- und Hochzeitsmesse vom 10.-11. Januar 09 in Zürich-Oerlikon anzutreffen (Stand 3.1.3). Alle heiratswilligen Pärchen sind herzlich willkommen.

Mein Stil
Ob eine Trauung unter freiem Himmel, auf weiter Flur oder in einer romantischen Kirche… Alles ist möglich. Gerne gestalte ich mit Ihnen zusammen Ihre ganz persönliche Trauung. Mal einfühlam und  tiefsinnig, mal mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet. Immer  aber ganz auf Sie zugeschnitten und in einem liebevollen Ton gehalten.

Feedback eines Paares, das ich getraut habe

Lieber Herr Weiss, wir danken Ihnen nochmals ganz, ganz herzlich für die schöne Feier und die sehr schönen Worte. Die gute Mischung von Besinnlichkeit und lustigen Stellen, sowie die ungezwungene Atmosphäre haben uns sehr gefallen. Auch das Feedback, das wir zur Zeremonie bekommen haben, war super gut. Vielen herzlichen Dank.

Noch ein paar Worte zu meiner Person
Ich bin freischaffender Theologe in eigener Praxis. Meine Trauungen sind geprägt von einem persönlichen Stil, Humor und Vertrauen.

Advent. Eine Zeit des Wartens?

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Religion mit Tags , , am 16. Dezember 2008 von Matthias A. Weiss

Advent. Es ist Adent.

Was heisst das eigentlich, Advent?

Was bedeutet dies?

Was bedeutet die Zeit des Advent?
Lange Zeit konnte ich selbst damit aber gerade überhaupt nichts anfangen. Man/frau zündete zwar Kerzen an und – als Kind – freute man/frau sich auch auf irgend eine Art und Weise: auf Geschenke, oder dass es bis Weihnachten nur noch wenige Tage dauerte, etc.

Aber, was meint denn dieser Advent wirklich? Doch nicht einfach ein blödes und stumpfsinniges Warten auf etwas, das wir nicht so genau einordnen können, auf etwas, das uns irgendwie auch schwer fällt, zu fassen: Die Geburt Jesu.

Wörtlich meint „Advent“ „Ankunft„. Christlich-dogmatisch gesprochen: “ die Ankunft GOTTES in Jesu Gestalt„. Das wissen wir alle. Doch, was bedeutet dies nun ganz konkret?

Warten oder Hoffen?
Wenn ich heute „warten“ höre, dann stresst mich das meist. „Warten“ ist eine Zeit, in der ich besseres zu tun hätte, ist unnütze Zeit, ist brachliegende Zeit. Warten auf’s Traum oder den Zug, die nun schon wieder über 5 Minuten verspätet sind, „dabei müsste ich doch…., hätte ich doch noch …. zu erledigen, möchte ich doch noch …. machen. Wenn nur nicht dieser unsinnige Stau die Strassen verstopfen würde!!!“ … etc.

Weil „Warten“ also etwas ist, das man/frau eigentlich nicht möchte, also etwas Negatives ist, dachte ich eine Zeit lang, dass „Advent“ vielleicht etwas mit „Hoffen“ zu tun habe. Hoffnung darauf, dass sich mit GOTTES Ankunft auf unserer Erde vieles zum Guten wenden würde, Hoffnung darauf, dass GOTT nun ein für allemal auf die Erde käme und SEIN Reich – verbunden mit Güte und Frieden – endgültig eingesetzt würde.

Aber, weit gefehlt, dieses „Hoffen“ ist noch weit ärger als das „Warten“. Denn, beim Hoffen weiss man/frau nicht einmal, WANN es/etwas eintreffen wird. Hoffnung ist dubios.

Der Entscheid
Dann bleibe ich doch lieber beim „Warten“. Denn, wenn ich warte, weiss ich wengistens 2 Dinge:

  • Es wird nicht ewig dauern. Ich werde also nicht ewig in diesem kaum auszuhaltenden Zustand des Nichts-Tuns ausharren müssen. Und:
  • ER wird kommen. Nein: ER KOMMT!!! und ist bereits DA!

Seither liebe ich dies Zeit, die Adventszeit. Die Zeit des Wartens!

Über Geld spricht man (nicht). Ein neues Paradigma am Horizont?

Veröffentlicht in Gesellschaft, Humor mit Tags , , am 8. Dezember 2008 von Matthias A. Weiss

Ausgehend von den Erschütterungen im Finanzsektor der letzten Wochen und Monate habe ich mir so einige Gedanken über unseren Umfang mit Geld gemacht.

„Geld“ ist immer Thema. Immer und überall. Entweder meint man/frau, davon zu wenig zu haben oder man/frau ist mit eben diesem Wenigen zufrieden. Oder dann hat man/frau sehr viel davon und fürchtet sich davor, dieses auf die eine oder andere Weise zu verlieren – oder aber, was selten genug vorkommt, man/frau ist auch damit zufrieden und glücklich.

Egal ob man/frau über seinen Kontostand glücklich oder unglücklich ist, egal ob man/frau davon wenig oder viel in seinem Besitz weiss, darüber sprechen tut man/frau in den wenigsten Fällen. Man/frau spricht über alles, auch über Sex. Nur über Geld da bleiben einem die Worte im Hals stecken, versagt einem die Mundmuskulatur.

Natürlich gibt es ein paar Wenige, die es wagen darüber zu sprechen. Die Frage ist nur, wie? Entweder prahlt man/frau mit seinem Besitz oder man/frau schämt sich darüber, eben nur wenig bis gar nichts sein Eigen nennen zu können. Oder aber, mann zahlt öffentlichwirksam einen Teil seines Bonus zurück – und prahlt damit erneut.

Manchmal kommt es mir so vor, dass wir, wenn es um das Thema „Geld“ geht, alle zu kleinen Jungen mutieren, die ihren kleinen Willi hervorkramen (müssen), nur um zu schauen, wer nun den Grössten von allen hat. Wir tun also nichts Anderes, als uns andauernd zu vergleichen.

Wie konnte mein Nachbar nun schon wieder ein neues Auto beschaffen? Der ist doch viel tiefer gestellt als ich?
Wie schafft es nur meine Kollegin, sich erneut einen superreichen Freund geangelt zu haben? Wie macht die das?
Fragen über Fragen. Und: Vergleiche über Vergleiche. Warum können wir eigentlich nicht mit dem zufrieden sein, was wir im Augenblick gerade sind und haben?

Item: Wenn wir über Geld sprechen, sagen 98% aller Menschen der westlichen Hemisphäre sicherlich nicht die Wahrheit. Und diejenigen 2%, die die Wahrheit über Geld sagen, die werden a) entweder nicht angehörte oder b) darüber ausgelacht, weil sie eben ehrlich über ihren Umgang mit Geld sprechen [Wer Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter" kennt, weiss um diesen Mechanismus.]

Ist es unsere Angst, dass wir uns ständig vergleichen müssen? Bzw. meinen, es tun zu müssen, ansonsten wir drohen, zu einem/r Niemand zu werden?
Ist es unsere Eifersucht, die uns immer nach links und rechts schielen lässt; die uns immer wieder von Neuem ins Ohr flüstert, dass wir dieses oder jenes auch noch unser Eigenes nennen müssten?
Oder ist es ganz einfach menschlich, einem/r Anderen nicht zu trauen, wenn es um „Geld“ geht?

Fragen über Fragen. Antworten sind erneut Mangelware und darum extrem teuer.
Ich frage mich einfach: „Ginge es nicht auch anders?“ „Was hindert uns eigentlich daran, bei der nächsten Frage nach unserem Lohn nicht einfach einmal die exakte Wahrheit herauszuposaunen und die Reaktion unseres Gegenübers abzuwarten?

Ich wünsche mir eine Welt, in der wir angstfrei mit dem Thema „Geld“ – und damit einhergehend – dem Thema „Vertrauen“ umgehen können. Wollen wir es versuchen?