Archiv für Juni, 2009

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig & beladen seid

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott, Heilen, Medizin, Religion mit Tags , , , , , am 24. Juni 2009 von Matthias A. Weiss

Dieser Vers aus dem Matthäus-Evangelium (11,28; in einer etwas ältlichen Übersetzung) nimmt für mich immer konkreter Form an. Dh., ich verstehe diesen immer wörtlicher.

In letzter Zeit habe ich einige Klientinnen und Klienten, die so viele Lasten mit sich herum tragen – nicht nur psychische, sondern auch physische. Das lässt sich leicht an deren Körperhaltung ablesen.

Immer mehr erfahre ich dann während den Behandlungen, wie sie diese nach und nach abwerfen und loswerden können. Die Menschen richten sich danach meist auch körperlich auf! Welche Wohltat, nicht mehr so viel tragen zu müssen und Lasten, die einem gar nicht gehörten, abgegeben zu haben!

Danke, Meister Jesus, über deinen Ausspruch und über diese Möglichkeit, (auch psychische) Lasten physisch loszuwerden.

Geistheiler liest „Bilanz“

Veröffentlicht in Gesellschaft, Heilen, Religion mit Tags , , , , , am 5. Juni 2009 von Matthias A. Weiss

Vor einiger Zeit traf ich eine Psychologin, die ganz erstaunt reagierte, als Sie von mir erfuhr, dass ich als Theologe und Geistiger Heiler auch die „BILANZ“ (Schweizer Wirtschaftszeitung) lese. Offenbar passte das in ihrem Wertesystem nicht zusammen.

Ich muss zugeben, dass diese Kombination auf den ersten Blick etwas aussergewönlich ist. Aber nur auf den Ersten:
Unter einem Heiler, einer Heilerin verstehe ich nämlich jemanden, der/die sich vor keinem Gebiet, das sich zwischen Himmel und Erde befindet, verschliesst; also jedem Gebiet einmal unvoreingenommen und vorurteilslos begegnet. Wieso nicht auch der Wirtschaft?

Gerade kirchlichen, esoterischen und spirituellen Kreisen geht der Blick für das Wirtschaftliche, für das Mach- und Finanzierbare oft ab. Natürlich kann man/frau sich auch zu stark darin versteifen und ob allen Zahlen, Aktien, steigenden und fallenden Kursen den Himmel vergessen. Das Umgekehrte ist aber genauso möglich: Dass man/frau vor lauter Himmel die Erde nicht mehr sieht.

Ein spiritueller Mensch ist für mich jemand, der Himmel und Erde zu verbinden weiss und zwischen beidem hin und her pendeln kann und jederzeit weiss, wo er/sie sich gerade befindet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mitleid oder gesund werden.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Heilen, Medizin, Religion mit Tags , , , , am 3. Juni 2009 von Matthias A. Weiss

Neulich hatte ich mit einer Klientin zu tun, die gerne Opfer ist/war.  Zwar hätte sie das so nie zugegeben, es traf aber (leider) voll auf sie zu.

Sie manipulierte, intrigierte und zweifelte ihre Therapie an, wo sie konnte. Leider nicht gerade tolle Arbeit. Aber wichtige.

Ich benötigte einiges an Zeit und etliche Nerven. Schliesslich aber verstand ich, was diese Frau wollte: Mitleid. Nichts Anderes.

Das Dumme daran ist nur, dass dieses – in meiner Erfahrung – noch nie jemandem weitergeholfen hat. Natürlich bin und bleibe ich in aller Regel empathisch und empfinde ich für meine Klientinnen und Klienten und deren Sorgen, Ängste, Leiden und Nöte mit. Nur habe ich noch gar nie erlebt, dass Mitleid gesund macht; geschweige denn davon gehört.

Mitleid – zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt und in der richtigen Dosis angewandt – macht Sinn. Mitleid, um des Mitleides willen, bzw., damit man/frau sich danach wieder als Opfer fühlen kann, das verwehre ich vehement.

Gegen Ende der Behandlung konnte diese Frau sich dann glücklicherweise für die Heilung und ihren Heilungsprozess öffnen. Das Sich-am-Mitleid-Klammern nahm etwas ab und meine Klientin öffnete sich für die „richtige“ Heilung. Der Weg aber war lang und beschwerlich.

Das kommt davon, wenn wir die Heilung auf nur gerade eine bestimmte Weise erwarten und keine anderen Wege zulassen wollen. Auch ich nehme mich gerne an der Nase. GOTTES Wege sind einfach grösser als diejenigen unserer Vorstellungen. Danke, hartnäckige Klientin.