Vor einigen Wochen publizierte die Zeitung reformiert. aus aktuellem Anlass ein Dossier über den Mauerfall anno 1989. U.a. kommt da auch ein Bericht über den Initianten des Friedensgebetes, Pfarrer Christoph Wonneberger, vor.
Was dieser da berichtet, haute mich (im positiven Sinne) fast um, schliesslich arbeite ich ähnlich:
Christoph Wonneberger initiierte bereits 1982 die ersten Friedensgebete und hielt bis knapp vor den Fall (auch körperlich) durch. Aus diesen Montagsgebeten entstanden schliesslich die Leipziger Montagsdemonstrationen, die letztentlich zum Fall der Mauer und zur Freiheit der DDR-Bürgerinnen und Bürger geführt hatte.
Welche Kraft in diesen sieben Jahren des Gebetes steckt – gerade auch, wenn zu Beginn sicherlich keinerlei Anzeichen für eine Verbesserung oder eine Veränderung am Horizont zu erkennen waren. Welchen Durchhaltewillen es auch immer wieder benötigte, allen Unken- und anderen Rufen zum Trotz und entgegen alle möglichen Anfeindungen.
Und schliesslich: Welche Macht solch – scheinbar unnützes und apolitisches Tun – doch haben kann!
Einfach grossartig, die Macht des Gebetes.