Archiv für November, 2009

Die Macht des Gebetes.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott, Heilen, Religion mit Tags , , , am 30. November 2009 von Matthias A. Weiss

Vor einigen Wochen publizierte die Zeitung reformiert. aus aktuellem Anlass ein Dossier über den Mauerfall anno 1989. U.a. kommt da auch ein Bericht über den Initianten des Friedensgebetes, Pfarrer Christoph Wonneberger, vor.

Was dieser da berichtet, haute mich (im positiven Sinne) fast um, schliesslich arbeite ich ähnlich:
Christoph Wonneberger initiierte bereits 1982 die ersten Friedensgebete und hielt bis knapp vor den Fall (auch körperlich) durch. Aus diesen Montagsgebeten entstanden schliesslich die Leipziger Montagsdemonstrationen, die letztentlich zum Fall der Mauer und zur Freiheit der DDR-Bürgerinnen und Bürger geführt hatte.

Welche Kraft in diesen sieben Jahren des Gebetes steckt – gerade auch, wenn zu Beginn sicherlich keinerlei Anzeichen für eine Verbesserung oder eine Veränderung am Horizont zu erkennen waren. Welchen Durchhaltewillen es auch immer wieder benötigte, allen Unken- und anderen Rufen zum Trotz und entgegen alle möglichen Anfeindungen.
Und schliesslich: Welche Macht solch – scheinbar unnützes und apolitisches Tun – doch haben kann!

Einfach grossartig, die Macht des Gebetes.

Über das Böse – Gibt es dieses oder eher nicht?

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott, Heilen, Religion mit Tags , , , , , , , am 30. November 2009 von Matthias A. Weiss

Kürzlich an einem Seminar über „Segnen & Heilen“ fragte mich eine Teilnehmerin am Ende desselbigen, ob es das Böse m.E. gäbe oder nicht.
Noch ganz aufgekratzt vom Seminar selbst und komplett in der Heilenergie drin gab ich ihr ein „Nein“ zur Antwort, was sie ziemlich verstörte, vor allem auch, als dann eine andere Teilnehmerin noch von ihrem Südamerika-Aufenthalt erzählte, wo es von Gewalt und offenbar Bösem nur so strotz(t)e…

Wenn ich nun auf das Heilen und Segnen schaue, bleibe ich gerne bei meiner Antwort. Wenn ich es aber auf die Welt tue, muss ich mir Unrecht geben. Wobei auch da immer noch zu differenzieren wäre, was denn nun genau „das Böse“ überhaupt ist, wie es zu Stande kommt und welchen Anteil wir an ihm haben, bzw., was wir dagegen tun/lassen könn(t)en…

Item, wie gesagt, wenn ich diese Frage auf das Heilen beziehe, bleibe ich noch so gerne bei meinem „Nein„. Zwar ist auch da auseinander zu halten, ob und mit welcher Intention ich jemandem die Hand auflege. Doch grundsätzlich kann man/frau beim Heilen niemandem schaden.
Betrachten Sie einmal Kinder und Tiere. Wenn Sie denen begegnen, z.B. eben mit schlechten oder nur schon gut gemeinten Absichten (was ja noch lange nicht mit gut gleichzusetzen ist), so bekommen Sie die Reaktion augenblicklich zu spüren/sehen/… .

Als ich abends diese Veranstaltung nochmals Revue passieren liess, kam mir spontan ein Vers aus der Bibel in den Sinn, der mir bis anhin ziemlich verschlossen war. Er stammt vom Apostel Paulus (1Kor 15,55):

Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?

An jenem Abend habe ich begriffen, dass es den Tod, wenn man/frau sich in dieser Heilenergie (oder von mir aus auch: „im Glauben„) befindet, einem nichts mehr passieren kann.
Natürlich gibt es den (physischen) Tod nach wie vor. Das schleckt keine Geiss weg. Und natürlich bleibt auch Leid und Not. Doch deren Sieg(e) und Stachel, die einen immer wieder so stark verunsichern und piesaken können, haben keine Kraft und Macht mehr. Und das ist es doch, worum es geht.

Darum bleibe ich auch bei meinem „Nein„. Endgültig.

Dies ist ein Heilmittel. Lesen Sie die Packungsbeilage oder konsultieren Sie eine Fachperson.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Heilen, Medizin mit Tags , , am 13. November 2009 von Matthias A. Weiss

Neulich an einem Kurs über’s Heilen:

So viele Fragen, die da rund um’s Heilen sind, die beantwortet werden möchten. Und so viel Unsicherheit auch, die damit einhergeht.

Was ist nun Heilung? Was Heil?

Oft fällt es einfacher zu sagen, was „es“ nicht ist: Sicherlich nicht die Wiederherstellung von etwas Gewesenem. Krankheit, Leid und Leiden sind immer Herausforderungen, die wir annehmen können oder eben nicht; sie stubsen uns weiter, ob wir wollen oder nicht. Da ist es doch oft ratsam, sich damit auseinander-zu-setzen anstatt nur den Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass „es“ schon gut kommt. Manchmal funktioniert dies gut, oft aber auch nicht.

An besagtem Kurs hatten wir viele Beispiele von Heil und Heilung im kleinen Rahmen erleben dürfen. Das Erstaunliche (und manchmal vielleicht auch: das Entsetzliche) daran aber war, dass es von uns oft übersehen wurde. So viel Wunderbares, das da geschehen durfte, und trotzdem: anstatt Freude und Jubel wurde eher Angst, Unsicherheit oder gar Widerstand frei.

Wieso?

Eine Erklärung darauf kann ich mir nur schwer geben. Ich verfüge lediglich über eine Vermutung:
Heilung und Heil dürfen von uns und unseren Vorstellungen oft gar nicht sein. Es könnte uns ja gut und sogar besser gehen. Sad, but true.

Darum kam mir obiger Satz, der ja mittlerweilen bei jedem (schul-)medizinischen Medikament (vor allem aus juristischen Gründen) beiliegt, in den Sinn. Man/frau muss manchmal vor Heilung und Genesung warnen, denn wir Menschen könnten nicht darauf vorbereitet sein.