Neues zur Finanzkrise

Im Magazin vom 14. Januar 2011 wird der Krimi-Autor des Thrillers Angst, Robert Harris, im Interview zur Finanzkrise befragt. Und, er  gibt eine äusserst spannende, bemerkenswerte und nach-denkenswerte Antwort:

Um die gegenwärtige Krise zu verstehen, muss man auf die Krise des Kommunismus zurückblicken. Jetzt erlebt der Kapitalismus seine Krise, aber der grosse Unterschied ist, dass es zu dem bestehenden System keine Alternative zu geben scheint. Diese Erkenntnis verstärkt das Gefühl der Hilflosigkeit, das die Menschen empfinden, ihre Wut auf die Politiker, die keine Lösungen anbieten. Der Protest der Bevölkerung, nicht nur in den von der Schuldenkrise bislang am stärksten betroffenen Ländern der Eurozone, steckt jedoch noch in den Anfängen. Richtig hässlich und extrem wird es in einer Gesellschaft immer erst dann, wenn die Ersparnisse einbrechen und die Menschen die Banken stürmen. Ich bin allerdings Optimist und glaube, dass die menschliche Erfindungsgabe in der Lage sein wird, die Probleme, die sie selbst erschaffen hat, auch wieder zu lösen.

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