Archiv nach Kategorie "Gott"

Zwei Wege, um mit der Bibel umzugehen…

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott, Religion mit Tags , , , am 7. August 2009 von Matthias A. Weiss

Der jüdische Theologe Pinchas Lapide trifft es m.E. auf den Kopf, wenn er sagt, dass es nur zwei Wege gibt, um mit der Bibel (ich ergänze: mit jedem religiösen Buch) umzugehen:

Entweder nimmt man die Bibel wörtlich oder man nimmt sie ernst. Beides zusammen geht nicht.

Wie Recht er doch hat.

Wirkliche Atheisten sind selten.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott, Religion mit Tags , am 6. August 2009 von Matthias A. Weiss

Ich bin in einem Buch auf eine Stelle über Atheismus gestossen, die mir aus der Seele spricht. Sie besagt, dass es nur wenige A-Theisten im wahren  Sinne des Wortes gibt, nämlich Menschen ohne GOTT. Diese lassen sich in drei Gruppen aufteilen:

  • Antiklerikalisten: Menschen, die dieser Gattung angehören, sind meistens wütend auf die so genannten Verwalter GOTTES und beschuldigen diesen für das, was sein Bodenpersonal alles verbrochen hat und weiterhin tut.
  • Pseudo-Atheisten: Diese Menschen sind böse auf den kleinen ZwergenGOTT, den man/frau ihnen als Kind aufgeschwatzt hat, weil ER nichts zu tun hat mit der Glaubensnot, die ihre Herzen quält.
  • Anti-Theisten: Diese Menschen ringen/rangen mit GOTT, weil sich Ihr Gottesbild mit all dem Übel in und auf der Welt nicht verträgt.

Wirkliche Atheisten aber, die sich ohne Wut, Aggression und anderweitige, „negativen“ Gefühle, sondern aus freien Stücken, dazu entschieden haben, dass GOTT nicht existiert, und anschliessend dies auch glauben und danach leben, gibt es nur sehr wenige.

Auf die Nase fallen und wieder aufstehen. Oder: Wie viel es braucht, bis man/frau etwas wirklich gelernt hat.

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Gott mit Tags , , , , am 17. Juli 2009 von Matthias A. Weiss
Von der Raupe zum Schmetterling

Von der Raupe zum Schmetterling

Irgendwo habe ich einmal vernommen, dass man/frau etwas mindestens 21 Mal wiederholt haben muss, bis es wirklich gelernt ist und sitzt (ich stelle das einerseits bei Kindern fest, immer wieder aber auch bei mir selbst; natürlich bei anderen Inhalten).

Neulich habe ich diesbezüglich ein schönes Gedicht lesen dürfen:

1.
Ich gehe die Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren…Ich bin ohne Hoffnung
Es ist nicht meine Schuld
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

2.
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld
Immer noch dauert es so lange, herauszukommen.

3.
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein…aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiss, wo ich bin
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4.
Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

5.
Ich gehe eine andere Strasse.

(Sogyal Rinpoche, Autobiographie in fünf Kapiteln)

Da nehme ich mir doch den Schmetterling als Vorbild. Lange Zeit als Raupe unterwegs, ächzend und stöhnen an die Erde gebunden. Probierend und versuchend – bis daraus ein wunderschönes, leichtes, buntes und prächtiges Lebewesen wird, das nicht mehr so stark an die Erde gebunden ist, stattdessen frei ist, sich da hin zu begeben, wo es möchte…