In ihrem Buch „Das volle Leben – Männer über 80 erzählen“ porträtiert die Schweizer Autorin Susanna Schwager Männer mit den verschiedensten Lebensentwürfen. Einer davon hat mich besonders fasziniert, nämlich derjenige von Eduard Neuenschwander, bzw. das, was er zu sagen hat. An einer Stelle nämlich sinniert er über das Leben und Erleben von damals und heute. Was er da zu sagen hat, halte ich für äusserst wertvoll:
Zunehmend wird [...] das fehlende Leben und Erleben [der jungen IT-Generation, der Red.] mit Sensation kaschiert. Grosse Sprüche ohne Inhalt. Es tut so, als wäre etwas wichtig, spannend, neu und besser. Dabei ist es nur laut. Dahinter alles hohl, ein riesiger Beschiss. [...] Inhalt und Qualität sind [...] niemals laut, sie brauchen das nicht zu sein. Sie sind unscheinbar. Dem Leben selbstverständlich.
Da fasse ich erneut den Entschluss, mich nicht wieder bei jeder Zugfahrt von den Gratiszeitungen einlullen zu lassen.
