Immer wieder werde ich mit der Meinung konfrontiert, dass Heilung etwas Kompliziertes ist (nicht einmal: sein muss). Nein, sie IST so. Das erstaunt mich immer wieder auf’s Neue.
Glücklicherweise oder auch: Immer wieder darf ich in meiner Arbeit des Händeauflegens feststellen, dass Heilung manchmal eben doch erstaunlicherweise EINFACH ist. Meinung(en) hin oder her.
Oft ist es einfach ein bisschen – auch wenn dies jetzt so kitschig wie möglich tönt – etwas fehlende Liebe, da eine kleine Aufmerksamkeit, dort ein bedingungsloses Halten, da ein vorurteilfreies Zuhören und Annehmen dessen, was ist. Tönt einfach, oder? Ist es auch. Und ist es nicht.
Natürlich kann nicht alles auf diese Art und Weise wieder gesunden. Das wäre ja ZU einfach
.
Im Ernst: Bei einem Bruch würde ich selbst auch nicht gerade als Erstes zu einem Heiler rennen, sondern, natürlich, wie jede vernünftige Person auf dieser Erde zu einer – jawohl, richtig – Chirurgin. Was liegt da denn näher.
Die Krankheiten und Gebrechen, die ich vor allem meine, sind solche, die nicht so klar indizierbar sind wie etwa ein Bruch. Leiden, die unter Umständen schon lange andauern und ausgehalten werden, Dinge, die nicht so klar sind, weil sie Schmerzen bereiten.
Nicht immer ist Liebe die Antwort. Das ist klar. Aber vielfach. Und diese ist einfach. Sonst ist es keine Liebe.
