Halte nichts fest,
damit der Fluss der Liebe
nicht unterbrochen wird
und so alle erreicht.
Aber halte mich fest,
damit auch ich es spüren kann,
dieses Strömen,
das alles durchfliesst.
Johanna Arlt
Halte nichts fest,
damit der Fluss der Liebe
nicht unterbrochen wird
und so alle erreicht.
Aber halte mich fest,
damit auch ich es spüren kann,
dieses Strömen,
das alles durchfliesst.
Johanna Arlt
HEILEN MIT DEM HERZEN
Artikel von Monika Brechbühler
erschienen in der Zeitschrift Spuren (Nr. 81, 2006)
«Wir alle bewegen uns zwischen Nicht-Wissen und vollkommenem Wissen, hier findet das Leben statt. Alles drängt zu diesem Wissen, diesem Licht hin. Das Prinzip des Wissens sagt: Du bist ewig, ausserhalb von Raum und Zeit. Das Prinzip der Elemente aber sagt: Du musst jeden Trick anwenden, um zu überleben. Denn dieses kennt nur die Zeugung, Geburt und den Tod, gefangen in der Zeit. Je nachdem, wo wir in diesem Kontinuum von Nicht-Wissen und Wissen stehen, gibt es mehr oder weniger Probleme, Chaos und Krankheit. Aber der Teil von uns, der weiss, ist frei von allem Leiden. Er kennt die ganze Schöpfung, das ganze Prinzip und wie dieses funktioniert. Er lässt sich deshalb nicht mehr ein in Sturm, in Gewühl, wie es auf der Ebene der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft geschieht. Jemand, der ganz im Licht ist, bleibt in der Ruhe bei allem, was er darstellt und tut. Je mehr wir noch im Nicht-Wissen sind, umso mehr Wellen, Bewegung, Sturm, wirbelnde Gedanken und Krankheit gibt es. In der Meditation können wir spüren, warum wir krank werden. Auch ich bekomme manchmal eine Erkältung, dann sage ich: Okay, ich hab’s begriffen, ich war aus der Balance geraten. Danke für den Hinweis».
Wir sind vollkommen
Es ist wie beim Plan eines Hauses. Im Plan selber kann man nicht wohnen, wir müssen ihn realisieren, kreieren in Zeit und im Raum. Das Wissen von diesem Plan allen Lebens, aller Schöpfung ist in jedem Atom von uns und drängt nach Vollendung. Heilen heisst Licht hineinbringen und damit den Prozess beschleunigen, den Abbau von Hinderndem vorantreiben. Heilen weckt das Licht im Kranken. Das ist nichts Aussergewöhnliches: «Jeder, der ein bisschen näher beim Licht ist, leuchtet jenen, die noch entfernter sind, und hilft ihnen, ein bisschen näher zum Wissen zu gelangen», erklärt Renée Bonanomi in herzerwärmender Ruhe.
Sucht ein Mensch Hilfe, dann ist es immer sein unbewusster Teil, der erkannt und dadurch befreit werden will. Heilen heisst erkennen. Sobald man erkannt hat, dass der Plan eines jeden perfekt ist, gibt es nichts zu korrigieren oder zu missionieren. Aber man kann das Licht suchen. Wenn Renée Bonanomi zu jemandem geht, sagt sie oft: Vor vielen Jahren oder Leben bin ich genau durch das Gleiche gegangen, ich weiss, wie dir ist, ich kenne das!
Liebe heilt
«Tief innen entwickle ich ein persönliches Verstehen und Mitgefühl, dann kann ich Denken und Fühlen loslassen und dem unbegrenzten Licht Raum lassen, um zu wirken», erklärt sie und präzisiert: «In mir gibt es das vollkommene Vertrauen: Alles ist richtig, die Schöpfung ist vollkommen. Und wenn du aus einem Prozess heraus an die Sonne willst, dann hast du die Freiheit, das zu tun. Es gibt keine Stelle im anderen, die nicht in meiner Liebe Platz hat! Ich muss nicht mehr trennen, weil ich mich selbst liebe, mit allen Erfahrungen, Vergangenheiten, Krankheiten. Diese Liebe hat sich mit dem zunehmenden Wissen entwickelt. Ich verschmelze vollkommen mit dem anderen, es gibt keine Grenzen. Diese Liebe ist frei, sie löst im anderen kein Verlangen aus, auch keine Bindungen, keine Verpflichtung. Diese Liebe ist das Erahnen und Erspüren des grossen Werkes der Schöpfung – sie ist es, die Heilung bringt.»
Im Moment gibt es ja gerade ziemlich viel Aktuelles, das sich um’s Thema „Alter“ dreht. Siehe z.B. mein letzter Eintrag „alt und berührend. young at heart“ vom 23. September über den Chor „Young@heart“ und den gleichnamigen Film darüber. Oder die Filme „Leergut“ oder „Wolke 9„, bei welchen es in dieser oder jener Weise ebenfalls ums Alter geht und darum, wie man/frau sich als AlteR in der modernen Zeit zurecht findet und wie mann/frau Sexualität lebt.
Gerade heute hat sich das Befassen mit dem Alter um eine zusätzliche, selbst erlebte Episode erweitert:
SZENE
Auf einem Bahnhof. Bahnsteig
Mir schlendert ein älteres Paar entgegen. Hand in Hand.
Das Faszinierende daran. Es sind zwei Frauen.
Zwei sicher über 70 Jahre alte Frauen. Mit schneeweissem Haar.
Gemütlich, selbstverständlich und dem Alter entsprechend.
Man/frau kann jetzt einwenden, dass es sich einfach um zwei gute Freundinnen handelte, die sich kurz die Hand gaben. Mag sein. Was, wenn mehr?
Ich freue mich für sie und die Selbstverständlichkeit, wie sie (ihre / die) Liebe zeigten. Chapeau!