Archiv für Wirtschaft

Wirtschaftswissenschaft und Wahrsagerei

Veröffentlicht in Gesellschaft, Glauben, Religion mit Tags , , , , am 7. Juli 2009 von Matthias A. Weiss

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass die Wirtschaftswissenschaft das einzige Fach ist, in dem jedes Jahr auf dieselben Fragen andere Antworten gelten…

Ausserdem mag ich mich an einen Vergleich erinnern, den Paulo Coelho einmal angestellt hat. Und zwar hat er die Wirtschaft(swissenschaft) mit der Esoterik verglichen. Letzterer wird ja immer wieder unterstellt, dass sie unwissenschaftlich und nicht nachvollziehbar sei und die Leute sowieso nur über den Tisch zu ziehen gedenke (hat sicher etwas Wahres dran, aber auch viel Unwahres – wie in jedem subjektivem Empfinden…).

Auf alle Fälle machte sich Coelho (berechtigterweise) auch etwas über die Wirtschaft(swissenschaften) lustig und über deren Berater, die oft genau voraus zu sehen meinen, bzw. dies so kund tun. Für ihn sind all die Börsengurus und -berater die vielen grösseren Esoteriker. Sie behaupten, dass es mit diesem oder jenem Titel „ganz sicher“ bergaufwärts gehen werde und dass man/frau von jenem ja die Finger lassen solle…

Nun ja, wie auch immer, die Moral dieser Geschichte liegt für mich im Folgenden: Nach wie vor ist es sowohl im religiösen wie im finanziellen Bereich wahrscheinlich am Besten und Angebrachtesten, auf sich selbst zu hören. Da gewinnt man/frau am meisten, auch wenn man/frau verlieren sollte…

Eine neue Wirtschafts- und Weltordnung am Horizont.

Veröffentlicht in Gesellschaft mit Tags , , am 3. November 2008 von Matthias A. Weiss

Neulich hatte ich ein spannendes Gespräch über das, was sich momentan in der Wirtschafts- und Finanzwelt abspielt. Mein Gesprächspartner dachte quer und meinte:

„Warum wollen und müssen wir eigentlich immer mehr? Was soll das? Wo führt das noch hin? Wir haben doch schon mehr als genug. Was wollen wir eigentlich noch? Es begann mit der Erfindung der MaschineN: Im Grunde haben wir diese erfunden, um weniger arbeiten zu müssen. Was machen wir aber? Wir arbeiten und produzieren damit noch mehr! Ausserdem müssen wir diesen ganzen Maschinenpark auch noch warten. Was soll das Ganze? Einfacher wäre es doch, endlich einmal etwas die Füsse hoch zu lagern und zu geniessen.“

Auf meine Frage, wie wir dies denn bewerkstelligen könn(t)en, meinte Tobias:

„Wir müssen redimensionieren. Bescheidener werden. Uns mit weniger genügen. Nicht im Sinne von auf alles zu verzichten. GOTT bewahre. Nein, wenn ich ab nächstem Jahr aber mein Stellenpensum reduzieren werde, werde ich immer noch gut leben können, werde aber über mindestens 20% mehr freie Zeit verfügen, mit der ich dann das machen kann, was ich wirklich möchte. Und: ich werde glücklicher sein. Ich habe ja bereits alles – ausser genügend sinnvoller Zeit für mich und meine Nächsten.“

Wahrlich, wahrlich: Weniger ist auch diesmal mehr.

Abstimmung: Werden wir mit weniger glücklicher sein?
( polls)