Die fünf Intimitäten

Wie schon in diesem Post berichtet, überzeugt mich das Buch von Pia Mellody namens „Facing Love Addiction. Giving Yourself the Power to Change the Way You Love“ sehr. Kürzlich habe ich darin u.A. gelernt, dass es in Beziehungen fünf verschiedene Intimtäten gibt/geben kann, welche natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt sind/sein können. Seit ich dies weiss, kann ich die Bezüge zu mir nahestehenden Personen viel besser einordnen …

Fünf Intimitäten
Sexuelle Intimität
Physische Intimität
Emotionale Intimität
Intellektuelle Intimität
Spirituelle Intimität
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Liebessucht vs. Liebesvermeidung

Im Buch „Facing Love Addiction. Giving Yourself the Power to Change the Way You Love“ von Pia Mellody [zu deutsch etwa: Sich der Liebessucht stellen. Sich selber die Kraft geben, die Art und Weise zu verändern, wie man liebt.] bin ich auf eine gute Tabelle zu bewussten und unbewussten Ängsten bei Liebessucht, bzw. deren Gegenteil, der Liebesvermeidung, respektive denjenigen Tendenzen, gestossen:

Bewusste Angst Unbewusste Angst
Liebessucht Verlassen werden Intimität
Liebesvermeidung Intimität
(Verschlungen werden)
Verlassen werden

Demnach sind sich Menschen, welche süchtig nach Liebe sind, des Verlassenwerdens bewusst und haben Angst davor. Im Schatten davon liegt jedoch deren Furcht vor Intimität. Und Leuten, welche der Liebe eher aus dem Weg gehen, ist es klar, dass sie Intimität fürchten, hingegen unbewusst, dass sie im tiefsten Herzen einfach Angst davor haben, verlassen zu werden.

Eindrücklicher Sachverhalt und weiterbringend. Vielen Dank dafür!

Wie ich arbeite, Teil II

Wie hier erwähnt, bin ich daran, meine Arbeit so einfach wie möglich zu beschreiben, das (bislang) nur schwer Fassbare in eine klare und prägnante Sprache umzumünzen.

Letzthin stiess ich auf einige Artikel einer Künstlerin und Autorin, welche mir wie die Worte dafür geben konnte (mit freundlicher Genehmigung von Isabelle Krötsch):

Selbstfürsorge

Nach uns selbst zu schauen, unseren (inneren) Garten zu pflegen, in der Mitte zu bleiben oder diese immer wieder zu finden, und wo es geht, aus dem systemischen Hamsterrad auszutreten, das ist in heutiger Zeit schon ein echtes Kunstwerk.

Dies erreiche ich vornehmlich dadurch, dass ich das tue, was gerade im Moment ansteht; ich also eher bin als tue. Dabei ist

Entschleunigung […] ein probates Mittel, um festzustellen, wo man […] steht, was wirklich vor sich geht, [und] worauf es ankommt […]. Wir erkennen durch den ruhigen Blick erst den Wahnsinn, den wir für Normalität gehalten haben.

Sowie schliesslich als eigentliche Lebensaufgabe:

[…] In meinem Leben erkenne ich dieses Aufräumen, Loslassen, Ängste entsorgen und Klarheit aus der Tiefe meines Herzens schaffen als die eigentliche Aufgabe des Lebens. Das ist die eigentliche Arbeit. Das, was wir gemeinhin Arbeit nennen, ist oft nur Beschäftigung und Ablenkung. Eine sehr aussagekräftige Bezeichnung dafür ist Bullshit-Jobs, sinnlose Beschäftigungen, die ohne Interesse oder gar verzweifelt ausgeführt werden, nur um das Rad des Systems am Laufen zu halten.

Vielen Dank für diese erhellenden Gedanken.