Heilen ist politisch

Schon seit einiger Zeit nehme ich wahr, dass und wie das Heilen, das ich praktiziere, auch eine politische Komponente hat. Wer sich verändert, der oder die verändert automatisch etwas in seinem oder ihrem Umfeld, sprich in der Welt. Insofern ist Heilen SEHR politisch!
Als ich nun neulich über den Artikel „Die Enteignung der Gesundheit“ im Magazin Rubikon stiess, wurde mir meine Wahrnehmung bestätigt. Heilen ist WIRKLICH politisch!
An dieser Stelle nur ein paar Müsterchen:

Auf dem Wege der Versicherungsregulierung sind in den letzten Jahren die Hebammen ihrer freien Berufsausübung weitgehend beraubt worden. Menschen, die besorgte Fragen zur gängigen Impfpraxis stellen, werden öffentlich diffamiert.

Wie sagt ein Sprichwort so schön: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Hier sammeln sich unsere Ängste, unsere Hoffnungen und Möglichkeiten. Hier zeigt sich, woran wir wirklich glauben, worauf in dieser Welt wir im Zweifelsfall wirklich vertrauen. Und an dieser entscheidenden Stelle kommt ins Spiel, für welche Art von Medizin wir uns entscheiden, oder zunächst welche Art von Medizin uns überhaupt angeboten wird und uns zugänglich ist. Zugänglich im materiellen Sinne als vorhanden und bezahlbar, aber zugänglich auch im geistigen Sinne als ein überzeugendes und Vertrauen erweckendes Konzept mit einer gewissen sozialen Akzeptanz.

Oder auch:

Die moderne Medizin [ist] ein wesentlicher Garant dafür, dass wir unseren Körper als eine Art Mechanismus sehen, der mit den richtigen chemischen, genetischen oder technischen Eingriffen nach unserem Willen beherrschbar ist.

Lesenswert und erkenntnisreich; heilend und verändernd …

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Gott und das Navi

Gemäss Wikipedia ist ein Navi, beziehungsweise vollständig ausgeschrieben, ein Navigationssystem, ein «technisches System, das mit Hilfe von Positionsbestimmung (Satellit, Funk, GSM bzw. inertes oder autonomes System) und Geoinformationen (Topologie-, Strassen-, Luft- oder Seekarten) eine Zielführung zu einem gewählten Ort oder eine Route unter Beachtung gewünschter Kriterien ermöglicht.»

Manchmal stelle ich mir Gott wie ein solches Navigationssystem vor. Zwar bin ich selbst ja vehementer Benutzer des Öffentlichen Verkehrs, dennoch ist mir die Funktionsweise eines Navis mehr oder weniger vertraut. So weiss ich beispielsweise, dass dort der Zielort eingegeben werden kann, dass man die erwünschte Route – schnell, bloss auf Landstrassen, romantisch etc. – einstellen kann sowie, dass sich dieses, meinen Weg unterstützende Gerät meldet, wann ich wo was zu tun habe; sprich also, links abzubiegen, 300 Meter geradeaus zu fahren oder den Motor abzustellen, da ich meinen Bestimmungsort erreicht habe.

Auch ist mir bekannt, dass, wenn ich – aus einer puren Laune heraus oder auch ungewollt – einmal eine andere Richtung einschlage, mich mein Navigationssystem mehr oder weniger gentlemanlike darauf hinweist, dass ich mich auf dem Holzweg befände. «Bitte wenden» lautet dann die jeweilige Ansage und «folgen Sie der geplanten Route».

Für den Fall, dass ich mich dagegen standhaft weigere, hat mein Navi nun genau zwei Möglichkeiten, um auf mein «Fehl»-Verhalten zu reagieren:
Entweder mahnt es mich, meinen Kurs zu ändern oder gibt früher oder später nach und berechnet aufgrund meiner Stur- oder Blödheit einen neuen Weg. (Nur in Klammern bemerkt: Ich finde es (gravierend) spannend, wie wir ein solches Gerät geradezu vermenschlichen und mit einem Personalpronomen versehen, obgleich es sich dabei ja bloss um eine Maschine handelt, welche via Satellit mit einer Datenbank verbunden ist.)

Kürzlich machte ich jedenfalls die Entdeckung, dass GOTT gut und gerne mit einem solchen Navigationsgerät verglichen werden kann. Je mehr ich darüber nachdenke, desto passender finde ich diesen Vergleich. Wie oft nämlich fahre ich doch in meinem Leben einfach drauflos und weiss zunächst gar nicht, wohin meine Reise führen soll. Oder dann ist mir zwar mein Ziel bekannt, die Routenwahl dorthin allerdings nach wie vor unklar. Und auch der Fall, dass zwar sowohl Bestimmungsort als auch eingeschlagener Weg mit dem Navi deckungsgleich sind, meine aktuelle Stimmung allerdings etwas Anderes vorhat und auch danach handelt, kann eintreten.

Gerade bei letzterem Vorkommnis finde ich den GOTT-Navi-Vergleich allerdings so passend: Möglicherweise mache ich mein GOTT-Navi durch mein unbelehrbares Verhalten zwar wahlweise wütend oder kirre, doch schon beinahe maschinengleich lenkt mich GOTT wieder in die richtigen Bahnen. Eigentlich wunderbar, ein solcher – ja, wie soll ich sagen – «Mechanismus», wobei GOTT natürlich viel mehr als ein rein maschinengesteuertes «Ding» ist. Mangels eines besseren Wortes bleich ich jedoch dabei: GOTT ist das beste Navi, das es gibt. ER/SIE/ES führt mich immer und überall ans richtige Ziel, auch wenn ich dabei den einen oder anderen «Um-»Weg nehme!