Was zählt

Frage ich nun aber: „Was brauchst Du wirklich?“, sind die meisten Menschen, besonders die Männer, sehr irritiert. Wir sind es nicht gewohnt, diese Frage gestellt zu bekommen. Selbst in der eigenen Beziehung oder Familie passiert dies selten. Wenn ich die Frage aber mit einem wirklich menschlichen Interesse wiederhole, dann höre ich immer wieder Erstaunliches: Ich höre nichts von Wünschen nach mehr Nahrung, einem grösseren Haus, schöneren Kleidern, einem noch abenteuerlichen Urlaub, einem grösseren Auto oder mehr Geld. Nein, ich höre bei dieser intimen Frage keine Wünsche nach äusseren Dingen. Was höre ich dann? Ich höre vom Hunger nach Anerkennung, von der Sehnsucht nach Liebe und Harmonie, vom Wunsch nach Versöhnung mit den Eltern, Kindern, Nachbarn und Kollegen. Dann weiter von der Versöhnung mit sich selbst, dem Wunsch nach innerer Zufriedenheit. Weiter höre ich vom Wunsch nach Gesundheit und gesunder Umgebung und Natur. Und ich höre auch von dem Wunsch nach Kreativität durch eine sinnvolle Arbeit. (aus: Uwe Burka, Jeder kann die Zukunft mitgestalten)

Hinweis zu einer dazu passenden Veranstaltung:
5. – 7. Januar 2018
Was ich wirklich brauche – Seminar zur Verwirklichung eigener Träume
Haus zur alten Farb
Farbweg 18
CH-8805 Richterswil

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Über unsere Bestimmung

Immer wieder einmal werde ich danach gefragt, was denn unsere Bestimmung ist und sein könnte. Und auch selbst bin ich bei Weitem nicht davor gefeit, stets von Neuem Zweifel bezüglich meines eigenen Ziels zu haben. Kürzlich habe ich jedoch einen kurzen Text gefunden, der meines Erachtens wunderbar auf die Frage nach der eigenen Bestimmung antwortet:

Gibt es einen Menschen, der sich noch nie danach gesehnt hat, den wahren Sinn des Daseins zu verstehen, den endgültigen Zweck der Schöpfung zu ergründen? Wer von uns wünscht sich nicht Sicherheit und Geborgenheit, Selbstvertrauen und Kraft, um die zahllosen Probleme, die das Leben stellt, zu bewältigen? Wer sehnt sich nicht nach vollkommener Liebe – einer Liebe, welche die Zeit, das Alter und selbst den Tod überdauert?
Wir alle wünschen uns immerwährende Zufriedenheit und Vollkommenheit. Aber gibt es so etwas wirklich? Oder sind solche Wünsche und Sehnsüchte nichts als Ausflüchte, durch die wir der rauhen Wirklichkeit des Lebens zu entfliehen hoffen?
Paramahansa Yogananda zeigt uns am Beispiel seines Lebens und durch seine Lehre, dass die innere Erfüllung, nach der wir suchen, tatsächlich existiert und auch gefunden werden kann. In Wirklichkeit besitzen wir bereits alle Dinge, nach denen wir suchen: alles Wissen, alle schöpferische Kraft, alle Liebe, alle Freude und allen Frieden; sie sind der wahre Kern unseres Seins. Sich dieser Tatsache bewusst zu werden – nicht auf intellektuell-philosophischer Ebene, sondern durch eigene Erfahrung, welche Weisheit und Kraft in alle Bereiche unseres Lebens bringt –, das ist es, was wir unter Selbst-Verwirklichung verstehen.

(aus: Yogananda, Ungeahnte Möglichkeiten. Eine Einführung in die Lehre der Self-Realization Fellowship)

Die 12 Schritte und das Geistige Heilen

Im letzten Post schrieb ich über das 12 Schritte-Programm und wie jenes mittels einer einprägsamen Geschichte veranschaulicht werden kann. Erst nach dem Verfassen sind mir die vielen Ähnlichkeiten aufgefallen, welche es zwischen dieser Arbeit und derjenigen des Geistigen Heilens im Rahmen von Genesung gibt. So stellte ich fest, dass

  • bei beiden Formen zunächst einmal eine Leere vorkommt, die es zu erkennen gilt
  • einem als mögliche „Lösung“ oftmals ein (vermeintlich) leichterer und ein schwierigerer Weg zur Verfügung gestellt wird und
  • sich im Nachhinein der vermeintlich Schwerere als die „richtige“ Lösung herausstellt.
  • Aus diesem Grund kann von aussen betrachtet sowohl die Arbeit mit den 12 Schritten wie auch diejenige des Geistigen Heilens im wahrsten Sinne des Wortes als ver-rückt betrachtet werden (nämlich als von der allgemeinen Wahrnehmung leicht abgerückt), aber eben auch als
  • glücklich machend,
  • weshalb es am Ende gar nicht so sehr darauf ankommt, ob man nun die Insel [der Glückseligkeit, der Gelassenheit, der Freiheit, der Genesung, des Friedens etc.] erreicht oder nicht.
  • Alles entscheidender Schritt ist es „bloss“, einzusteigen und mitzumachen

Dreierlei Arten von Vertrauen

In seinem Newsletter schreibt der umtriebige Botschafter in Sachen Polyamorie, Christopher Gottwald, über unseren (sprachlichen) Gebrauch von Vertrauen. Jenen unterscheidet er dabei in drei Arten, nämlich in

    • Vertrauen aufbauen
    • Vertrauen schenken oder auch
    • Vertrauen haben.

Gottwald schreibt dazu:

Beim Aufbauen erarbeiten wir uns über einen längeren Zeitraum Vertrauen, indem wir durch Erlebnisse feststellen, dass mir die andere Person wohlgesonnen ist, und gehen immer mehr davon aus, dass es in Zukunft so bleibt. Beim Vertrauen schenken hoffe ich, dass die andere Person es gut mit mir meint, ohne dass ich dazu bereits Erfahrungen gesammelt hätte. Und schliesslich kann ich grundsätzlich Vertrauen haben, d.h. ich vertraue letztendlich mir selbst, dass ich damit umgehen kann, was andere Personen tun, bzw. dass das, was passieren wird, mir Erfahrungen schenkt, die für mein Leben wichtig sind.

Der Berliner folgert daraus, dass es man oder frau beim „Vertrauen aufbauen“ nur möglich ist, wenige Menschen zu lieben, nämlich eben diejeningen, welche man/frau schon länger kennt, wogegen beim „Vertrauen schenken“ grundsätzlich jede Person geliebt werden kann, wobei es dabei natürlich die Möglichkeit gibt, enttäuscht zu werden. Je mehr Vertrauen bzw. Selbstvertrauen allerdings jemand „hat“, folgert Gottwald, desto mehr werde man/frau andere Menschen lieben können.

Wahrlich schöne Aussichten.
(Mit freundlicher Genehmigung.)

Unterscheidung zwischen der inneren Stimme und den Stimmen des Egos

Schon oft haben mich andere und auch ich mich selbst gefragt, wie ich es eigentlich mache, dass ich meine innere Stimme so klar höre (und auch danach handle). Bis jetzt fehlten mir wie die Worte, dies zu beschreiben, da ich es einfach tat und immer noch tue. Jedoch jetzt, mit der Tabelle zur Unterscheidung zwischen der Stimme der Seeele und jenen des Egos aus dem Buch Karma Yoga. Auf dem sonnigen Weg durch das Leben von Karin Jundt, fällt mir dies leichter (mit freundlicher Genehmigung):

Innere Stimme Stimmen des Egos
Leise, undeutlich, kurze Empfindung, augenblicklich Laut, deutlich, wiederholt oder wiederkehrend
Innere Ruhe, Gelassenheit Kreisende Gedanken, Aufgewühltheit
In der Regel nicht mit Worten (ausser manchmal ein klares Ja oder Nein oder einzelnes Wort) Durch den Verstand rationale Argumentation in Form von Gedanken; auch Begründung für oder gegen bereits getroffene Entscheidungen
Nicht von Emotionen begleitet (unmittelbar nachher können diese jedoch aufkommen) Begleitet von Emotionen wie Leidenschaft, Sehnsucht, Ärger, Lust, Verliebtheit, Eifersucht, überbordende Freude
Keine unmittelbare Angst oder Zweifel (nachher beim Nachdenken können diese aber aufkommen) Eventuell geprägt von Angst, Sorge oder Bedenken
Kann sich als starker Antrieb äussern, „lässt keine Wahl“, jedoch immer begleitet von innerer Ruhe; es fühlt sich gut und richtig an Kann den Eindruck von Getriebensein vermitteln, von „keine Wahl haben“, jedoch begleitet von Unruhe und eventuell von der Empfindung, fremdbestimmt zu sein

Oder anders formuliert:

«Die Seele meldet sich stets sofort, schnell und kurz; unmittelbar da­nach können dann aus dem Ego Gedanken oder Emotionen aufkommen. Diese dürfen nicht mit der Inneren Stimme verwechselt werden; nur die erste „Botschaft“ stammt aus der Seele, alles Folgen­de aus dem Ego.» (a.a.O.)

Asphaltweisheiten

Michel Simonet Mit Rose und Besen

Michel Simonet Mit Rose und Besen

Theologe und Strassenwischer Michel Simonet hat schon vor einiger Zeit ein wunderbares Buch mit Weisheiten von der Strasse verfasst, Titel: Mit Rose und Besen. Gedanken eines Strassenwischers. Er sinniert darin gleichermassen über seine tägliche Arbeit wie über Gott und unsere Welt. Beeindruckt hat mich beispielsweise seine Ansichten über die Langsamkeit im Kapitel „Schnecke“:

Ich stelle fest, dass Langsamkeit für mich nichts anderes als der grundlegende Rhythmus der Menschheit ist, der aber paradoxerweise ein notwendiger und vitaler Luxus geworden ist, in unserer rasch verfliegenden Zeit, die uns fortreisst und nicht trägt. Was man heutzutage durch Geschwindigkeit gewinnt, verliert man an Substanz.

Sowie:

Langsamkeit ist keineswegs Nichtstuerei, Nachlässigkeit oder Unbeweglichkeit. Sie erlaubt ganz einfach eine ruhige Organisation, den Blick zurück, um nichts zu vergessen auf der Strasse, keinen Haufen oder Papierfetzen, sie bremst den Kraftaufwand, aber nur um besser weitermachen zu können, sie hilft zu entspannen und bringt damit jede Aktivität zu einem guten Ende. Sie verleiht Beständigkeit, die das Auge schärft, sie lehrt Beobachtung, die zu höherer Regelbeachtung führt, sie lehrt, sich zu stellen und nicht gleich wegzulaufen.

Liebe auf der Festplatte

Anrufer: Hi, ich hab hier ein neues Programm, das würde ich gern auf mein persönliches System installieren. Es heisst LIEBE. Was soll ich denn da als erstes machen?

Hotline: Auf Ihrer Festplatte gibt es eine Partition, die heisst HERZ. Haben Sie die?

Anrufer: Ach so, das ist der Trick! Ich hab’s immer auf der Hauptpartition KOPF versucht. Na gut, ich probier das mal… Mist, HERZ ist aber ziemlich voll!

Hotline: Machen Sie mal den Task-Manager auf und schauen unter „Prozesse“. Was läuft denn da so?

Anrufer: Oh je,
Alte_Verletzungen.exe,
Groll.com,
Geiz.com,
Ablehnung.exe und lauter so Zeug. Vor allem Hass.exe – boah, das krallt sich fast den ganzen Speicher!

Hotline: Kein Problem. LIEBE wird vieles davon automatisch aus Ihrem Betriebssystem raushauen. Manches bleibt zwar im Hintergrund aktiv, wird aber keine anderen Programme mehr stören. Alte_Verletzungen.exe und Geiz.com müssen Sie aber vor der Installation selber vollständig löschen.

Anrufer: Nein! Das ist ein ganz wichtiges gutes altes Stück! Das hat mich Jahrzehnte gekostet, all die Komponenten dafür zu sammeln! Muss das wirklich raus?

Hotline: Ja, das ist unumgänglich. Gehen Sie ins Startmenü und suchen sie Zubehör/Verzeihung. Das lassen Sie so oft laufen, bis Geiz.com und die Alten_Verletzungen vollständig raus sind.

Anrufer: Na gut, wenn’s sein muss. LIEBE ist mir einfach so sehr empfohlen worden, das Ding will ich unbedingt hier laufen haben!
So geschafft… He, da steht jetzt: „ERROR 490 – Programm läuft nicht auf internen Komponenten“. Was soll denn das?

Hotline: Nichts schlimmes, ist ein altbekanntes Problem. Es bedeutet, das LIEBE für externe HERZEN konfiguriert ist, aber auf Ihrem eigenen ist es noch nicht gelaufen. Das ist eine von diesen ganz komplizierten Sachen. Ich sag’s mal so: Sie müssen zunächst Ihr eigenes Gerät lieben, bevor es andere lieben kann.

Anrufer: Hä?

Hotline: Können sie den Ordner „Selbstakzeptanz“ finden?

Anrufer: Ja, hab‘ ich.

Hotline: Wunderbar. Klicken Sie jetzt auf die folgenden Dateien und kopieren Sie die in den Ordner MEINHERZ, und zwar:
Selbstvergebung.doc
Selbstwertschaetzung.doc und
Guete.txt
Ausserdem bitte Selbstbeurteilung.exe aus allen Ordnern löschen und dann den Papierkorb leeren, sonst kommen die immer wieder zurück.

Anrufer: LIEBE installiert sich jetzt ganz von selbst. Ist das gut so?

Hotline: Ja, so gehört sich das. Nun sollte eine Nachricht auftauchen, dass sich LIEBE immer wieder neu lädt, so lange Ihre HERZ-Festplatte läuft. Sehen Sie diese Nachricht?

Anrufer: Seh‘ ich. Ist die Installation nun abgeschlossen?

Hotline: Ja, aber denken Sie dran, dass Sie bis jetzt nur die Basisversion installiert haben. Sie müssen sich nun mit anderen HERZEN vernetzen, damit Sie an die Upgrades rankommen.

Anrufer: Ok. Klasse! Mein HERZ lädt gerade eine wunderschöne Melodie. Auf meinem Bildschirm läuft
Laecheln.mpg,
Waerme.exe,
Friede.exe,
Zufriedenheit.doc
und lauter solche Sachen breiten sich gerade im Speicher aus. Fühlt sich gut an!

Hotline: Fein. Damit ist LIEBE installiert und läuft. Von diesem Punkt an sollten Sie gut alleine weiterkommen.

Anrufer: Jetzt brauchen Sie sicher meine Kontonummer wegen der Abbuchung.

Hotline (lacht): Nein, LIEBE ist Freeware. Geben Sie das Programm bitte an jeden weiter, den Sie treffen, mit allen Komponenten. Die Leute werden es dann ihrerseits weiter verbreiten, und ich wette, dass Sie dann von denen eine Menge ganz feiner neuer Module zurückbekommen.

Anrufer: Gebongt, will ich gern machen. Vielen Dank für ihre Hilfe.

(Bitte diesen Text mit allen teilen, nicht nur mit denen, die Sie lieben; Autor unbekannt)