Worte wie aus einer anderen Zeit – Psychoanalytiker Erich Fromm über das Glücklichsein, unser Wirtschaftsystem und noch so manches mehr

In diesem rund 40 minütigen Video spricht der Psychoanalytiker, Psychologe und Philosoph Erich Fromm über so verschiedene Dinge wie sein Aufwachsen, die Freud’sche Analyse, Karl Marx und die Religion, Kapitalismus, das Christentum, das Glücklichsein oder auch Armut und Reichtum. In seiner Analyse der damaligen Gegenwart (notabene: 1980 und früher!) fallen bemerkenswerte Worte, welche auch heute noch eine immense Wahrheit transportieren und darum auch Kraft haben. Hier ein paar Müsterchen:

Die Normalen sind die Kränksten. Die Kranken sind die Gesündesten.

Oder auch:

Glücklich der, der ein Symptom hat…

Die Zeit, um sich auf diese Zeitreise zu begeben, ist es meines Erachtens allemal wert.

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Esoterik als Tabu

Immer wieder einmal vernehme ich in den unterschiedlichsten Medien, dass jemand von sich sagt, er oder sie sei im Fall keinE EsoterikerIn. Was er/sie jeweils damit meint, ist gar nicht so klar. Hauptsache, man oder frau hat sich damit von irgend etwas abgegrenzt und distanziert; vor allem von etwas, das offenbar mit einem Tabu behaftet ist, ansonsten wäre es nicht so, dass die Interviewenden die Befragten damit durchgehen liessen. Es scheint so, dass mit obiger Antwort wie ein gemeinsamer Konsens hergestellt werden kann im Sinne von: „ich gehöre zu den Guten“, oder „mir kann man trauen“ oder „ich bin nicht verrückt (, aber die anderen (wer auch immer das dann ist.))“ etc.

Ähnlich, wie ich beispielsweise in meinem früheren Post Drei Fragen an Hugo Stamm argumentierte, dünkt es mich auch bei meinem heutigen Thema zumindest bemerkenswert, dass alles, was nicht sofort irgendwie rational und/oder sogenannt logisch oder gar wissenschaftlich – was auch immer das bedeuten mag – daherkommt, abgewehrt werden muss; beispielsweise mit der obigen Formel, um nicht zu sagen „Mantra“ … 😉

Käme jedoch einmal jemand daher, der oder die von sich behauptete „Ich bin EsoterikerIn“, wäre der oder die Sprecherin damit schlicht diskreditiert oder gar unglaubwürdig?

In meinen Augen nicht. Mich würde jener Satz erst recht neugierig machen, so dass ich mehr darüber in Erfahrung bringen möchte, was der oder die Interviewte damit wirklich sagen wollte. Stellt man/frau aber den gegenteiligen Satz in den Raum, scheint einen das offensichtlich zu schützen. Oder, die „ich bin keinE“-Satz soll dem Gegenüber die Angst nehmen, denn offenbar gehört Esoterik (wörtlich: die Lehre vom Inneren; als Gegenstück ist die Exoterik die Lehre vom Äusseren) zu einem unserer noch seltenen, aber deshalb umso mächtigeren Tabus – neben vielleicht demjenigen des Geldes oder dem der Sexualität.

Höre ich darum von jemanden überraschenderweise einmal, dass er oder sie glaubt, dem Übersinnlichen nicht gänzlich abgeneigt oder eben „esoterisch“ ist, so macht mich das hellhörig, weil ich dann wie automatisch davon ausgehe: Aha, wieder einmal jemand, der oder die sich Gedanken über das Innere macht und sich mit dem Offensichtlichen nicht so rasch abspeisen lässt, sondern da und dort auch hinter die Dinge blickt. Eine solche Aussagte stimmte mich also eher zuversichtlich. In diesem Sinne kann ich auch von mir gut und gerne feststellen: „Ich bin ein Esoteriker.“

Schweizer Radio sendet Revolutionäres zum Thema Heilen


Wenn das Schweizer Radio und Fernsehen eine Sendung übers Heilen bringt, bei der ich beinahe zu allem Gesagten kopfnickend „Ja, das sehe ich auch so“ oder ähnlich sagen kann, dann erstaunt mich das. In der Input-Sendung vom 8. Oktober 2017 ist aber genau dies passiert! Ich kam aus dem Beipflichten beinahe nicht raus. Vor allem die Worte der Theologin Christa Gäbler-Kaindl und des Zahnmediziners Hans-Florian Zeilhofer, zwei der drei Leiter des relativ neu geschaffenen MAS-Studienganges in Spiritual Care, mochten mich zu berühren. Wenn während eines Interviews auf einem öffentlich-rechtlichen Sender Worte wie „Selbstheilungskräfte„, „es ist viel mehr möglich, als wir annehmen“ oder auch „spirituelles Heilen“ fallen, dann mag ich das. Hier nachhörbar.

Wie man Vertrauen aufbaut

Der Glaube lässt sich mit einem Muskel vergleichen, der trainiert werden kann. Durch die wiederholte Erfahrung, dass wir vertrauen müssen, was wir nicht sehen, können wir allmählich lernen, Vertrauen zu haben in die Lösung der Probleme, wird unser Glaube gestärkt, eben wie bei einem Muskel.

(Melody Beattie; siehe dazu auch meinen gestrigen Post)

Über Führung

In diesem Blog habe ich bereits verschiedentlich (hier, hier oder hier) über Führung/Gurus etc. geschrieben. Aktuell ein weiteres Zitat, welches in Sachen Führung den Nagel meines Erachtens auf den Kopf trifft:

Der Lehrer ist derjenige mit der grössten Erfahrung und dem ausgeprägtesten sechsten Sinn, und er führt das Team experimentell, ohne Landkarte und nur nach seinem Gefühl durch das Labyrinth. Der einzige Grund, aus dem man diesem Führer folgen würde, ist der, dass bei ihm die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass er einen falschen Weg wählt, dass er sich irrt oder schwach wird und sich verführen lässt.

(Lee Lozowick)

Ein grosses Werk in modernen Hieroglyphen …

Auf www.bibleemoji.com kann jeglichen Bibelvers in Emojis umwandeln lassen. So wird aus Psalm 23 („Der gute Hirt“) folgendes:

🅰 psalm of david. 😇 is my shepherd, i have 👎 need, he feeds me in green pastures. He leads me 2 calm by the 🌊, he gives me new life. He leads me on the paths of righteousness, his name’s 🍶. If i 👣 in the valley of darkness, i 😨 👎 👿: 4 thou art with me, thy rod & thy rod, they comfort me. U cover my table in the face of my enemies. Thou anointest my head with oil, my cup is full of oil. Grace & mercy shall follow me all my 🌅s, & i will return 2 the 🏠 of 😇 all my life.

Leider erst auf Englisch. Dennoch kreativ …

Was zählt

Frage ich nun aber: „Was brauchst Du wirklich?“, sind die meisten Menschen, besonders die Männer, sehr irritiert. Wir sind es nicht gewohnt, diese Frage gestellt zu bekommen. Selbst in der eigenen Beziehung oder Familie passiert dies selten. Wenn ich die Frage aber mit einem wirklich menschlichen Interesse wiederhole, dann höre ich immer wieder Erstaunliches: Ich höre nichts von Wünschen nach mehr Nahrung, einem grösseren Haus, schöneren Kleidern, einem noch abenteuerlichen Urlaub, einem grösseren Auto oder mehr Geld. Nein, ich höre bei dieser intimen Frage keine Wünsche nach äusseren Dingen. Was höre ich dann? Ich höre vom Hunger nach Anerkennung, von der Sehnsucht nach Liebe und Harmonie, vom Wunsch nach Versöhnung mit den Eltern, Kindern, Nachbarn und Kollegen. Dann weiter von der Versöhnung mit sich selbst, dem Wunsch nach innerer Zufriedenheit. Weiter höre ich vom Wunsch nach Gesundheit und gesunder Umgebung und Natur. Und ich höre auch von dem Wunsch nach Kreativität durch eine sinnvolle Arbeit. (aus: Uwe Burka, Jeder kann die Zukunft mitgestalten)

Hinweis zu einer dazu passenden Veranstaltung:
5. – 7. Januar 2018
Was ich wirklich brauche – Seminar zur Verwirklichung eigener Träume
Haus zur alten Farb
Farbweg 18
CH-8805 Richterswil