Ein grosses Werk in modernen Hieroglyphen …

Auf www.bibleemoji.com kann jeglichen Bibelvers in Emojis umwandeln lassen. So wird aus Psalm 23 („Der gute Hirt“) folgendes:

🅰 psalm of david. 😇 is my shepherd, i have 👎 need, he feeds me in green pastures. He leads me 2 calm by the 🌊, he gives me new life. He leads me on the paths of righteousness, his name’s 🍶. If i 👣 in the valley of darkness, i 😨 👎 👿: 4 thou art with me, thy rod & thy rod, they comfort me. U cover my table in the face of my enemies. Thou anointest my head with oil, my cup is full of oil. Grace & mercy shall follow me all my 🌅s, & i will return 2 the 🏠 of 😇 all my life.

Leider erst auf Englisch. Dennoch kreativ …

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Was zählt

Frage ich nun aber: „Was brauchst Du wirklich?“, sind die meisten Menschen, besonders die Männer, sehr irritiert. Wir sind es nicht gewohnt, diese Frage gestellt zu bekommen. Selbst in der eigenen Beziehung oder Familie passiert dies selten. Wenn ich die Frage aber mit einem wirklich menschlichen Interesse wiederhole, dann höre ich immer wieder Erstaunliches: Ich höre nichts von Wünschen nach mehr Nahrung, einem grösseren Haus, schöneren Kleidern, einem noch abenteuerlichen Urlaub, einem grösseren Auto oder mehr Geld. Nein, ich höre bei dieser intimen Frage keine Wünsche nach äusseren Dingen. Was höre ich dann? Ich höre vom Hunger nach Anerkennung, von der Sehnsucht nach Liebe und Harmonie, vom Wunsch nach Versöhnung mit den Eltern, Kindern, Nachbarn und Kollegen. Dann weiter von der Versöhnung mit sich selbst, dem Wunsch nach innerer Zufriedenheit. Weiter höre ich vom Wunsch nach Gesundheit und gesunder Umgebung und Natur. Und ich höre auch von dem Wunsch nach Kreativität durch eine sinnvolle Arbeit. (aus: Uwe Burka, Jeder kann die Zukunft mitgestalten)

Hinweis zu einer dazu passenden Veranstaltung:
5. – 7. Januar 2018
Was ich wirklich brauche – Seminar zur Verwirklichung eigener Träume
Haus zur alten Farb
Farbweg 18
CH-8805 Richterswil

Ein neues Motto

Das Motto, unter welches ich meine Heiltätigkeit schon seit vielen Jahren gestellt habe, lautet ja:

zu sich kommen – entspannen – genesen

Und daran wird sich in nächster Zeit auch nichts ändern, da ich jenes nach wie vor für die kürzeste und prägnanteste Zusammenfassung für (meine) Heiltätigkeit im Allgemeinen halte.
Nun bin ich im Buch von Samuel Widmer, Ins Herz der Dinge lauschen, auf eine nicht minder tolle Losung gestossen, welche ich an dieser Stelle gerne teilen möchte:

Du lässt los, wirst gelassen. Du wirst ruhig.

Das passiert bereits, wenn ich obiges Motto nur lese… Wunderbar!

Über Wunder

Wer die Autobiographie eines Yogi von Paramahansa Yogananda liest, kommt nicht um das eine oder andere Wunder umhin, welche dort geschildert werden (z.B. Leben ohne Nahrungsaufnahme, Verweilen an mehreren Orten zur selben Zeit, Auferstehung von den Toten, das Hervorbringen von jeglichen Düften „aus dem Nichts“ etc.). – Nur in Klammern bemerkt: auch die Bibel berichtet von ähnlichen Ereignissen. – Auch wenn solche Ereignisse toll und wunderbar sind, so fragte ich mich zeitlebens, wozu jene gut sein sollten. Nun liefert mir der berühmte Yogi in seinem Werk die Antwort gleich selbst:

Wundertaten […] sind zwar aufsehenerregend, aber vom geistigen Standpunkt aus wertlos. Da sie kaum einen anderen Zweck als den der Unterhaltung erfüllen, lenken sie nur von der ernsthaften Suche nach Gott ab.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Ich und die Verbindlichkeit

Gestern habe ich geheiratet. Mich selbst und symbolisch.
Ich war 5 Rhythmen-Tanzen, und da bestand eine Übung darin, während des Tanzes in die Mitte zu gehen, sich dort in den dafür vorgesehenen Kreis zu stellen und sich dann mit sich selber zu verheiraten. Ganz zu sich und seiner widersprüchlichen Person zu stehen, zu seinem Körper; einfach zu allem, was einen eben so ausmacht.
Das brauchte Mut. Und war schön!

Im Laufe des Abends kam mir dann in den Sinn, dass ich mich schon einmal in meinem Leben „versprochen“ hatte, und zwar damals bei meiner Ordination. Dort legte ich – im Gegensatz zu gestern – sogar ein schriftliches Gelübde ab. Eines der wenigen, mit denen ich (gut) leben kann. Gerne gebe ich jenes hier in voller Länge wieder:

Ich gelobe vor Gott, den Dienst an seinem Wort aufgrund der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testamentes in theologischer Verantwortung und im Geiste der Reformation zu erfüllen. Ich gelobe, im Gehorsam gegenüber Jesus Christus diesen Dienst durch mein Leben zu bezeugen, wo immer ich hinberufen werde.

Über unsere Bestimmung

Immer wieder einmal werde ich danach gefragt, was denn unsere Bestimmung ist und sein könnte. Und auch selbst bin ich bei Weitem nicht davor gefeit, stets von Neuem Zweifel bezüglich meines eigenen Ziels zu haben. Kürzlich habe ich jedoch einen kurzen Text gefunden, der meines Erachtens wunderbar auf die Frage nach der eigenen Bestimmung antwortet:

Gibt es einen Menschen, der sich noch nie danach gesehnt hat, den wahren Sinn des Daseins zu verstehen, den endgültigen Zweck der Schöpfung zu ergründen? Wer von uns wünscht sich nicht Sicherheit und Geborgenheit, Selbstvertrauen und Kraft, um die zahllosen Probleme, die das Leben stellt, zu bewältigen? Wer sehnt sich nicht nach vollkommener Liebe – einer Liebe, welche die Zeit, das Alter und selbst den Tod überdauert?
Wir alle wünschen uns immerwährende Zufriedenheit und Vollkommenheit. Aber gibt es so etwas wirklich? Oder sind solche Wünsche und Sehnsüchte nichts als Ausflüchte, durch die wir der rauhen Wirklichkeit des Lebens zu entfliehen hoffen?
Paramahansa Yogananda zeigt uns am Beispiel seines Lebens und durch seine Lehre, dass die innere Erfüllung, nach der wir suchen, tatsächlich existiert und auch gefunden werden kann. In Wirklichkeit besitzen wir bereits alle Dinge, nach denen wir suchen: alles Wissen, alle schöpferische Kraft, alle Liebe, alle Freude und allen Frieden; sie sind der wahre Kern unseres Seins. Sich dieser Tatsache bewusst zu werden – nicht auf intellektuell-philosophischer Ebene, sondern durch eigene Erfahrung, welche Weisheit und Kraft in alle Bereiche unseres Lebens bringt –, das ist es, was wir unter Selbst-Verwirklichung verstehen.

(aus: Yogananda, Ungeahnte Möglichkeiten. Eine Einführung in die Lehre der Self-Realization Fellowship)

Über Intimität

Was ist Intimität?
Intimität kann emotional, mental, sexuell, spirituell oder eine Kombination all dieser Faktoren sein. Sie ist eine starke Verbindung, welche nicht einfach so gewaltsam aufrechterhalten werden kann. Sie ist eine Gabe, ein willkommener Gast, der unangemeldet kommt und nach eigenem Gutdünken wieder geht.

Wie entsteht Intimität?
Nähe und Intimität sind wie Glück. Sie können nicht künstlich hergestellt,  erzwungen oder gar erkauft werden. Sie geschehen.

Beispiele der Intimität:
Zwei Menschen, die sich bei einer Tasse Kaffee unterhalten, können Nähe und Intimität verspüren; drei Leute, die beim Abendessen sitzen und es gut miteinander haben; zwei Freunde, die gemeinsam kochen oder zusammen ein Zimmer neu tapezieren; zwei Kumpels, welche angeln gehen; jemand, der betet; ein Paar, das miteinander tanzt; zwei Menschen, die sich an den Händen halten und schweigend den Sonnenuntergang geniessen etc. All diese Aktivitäten sind an sich keine Aktivitäten der Intimität und Nähe, können es aber sein. Genauso verhält es sich mit Sex.

Vorausssetzungen dafür:
Um intim oder nahe zu sein, müssen wir uns für den Augenblick von unserem Bedürfnis nach Kontrolle frei machen.

Hindernisse auf dem Weg zur Intimität:
Bestimmte Verhaltensweisen können Ersatz für Intimität werden: Klatsch, Schuldzuweisung, Strafe, Streit beginnen, Nörgeln, Verurteilen oder auch Selbstmitleid, aktive Sucht, unerledigte Störungen, Missbrauch oder Lügen.

Intimität ist …
Intimität ist, wenn ich dir sage, dass ich verletzt und wütend bin und dich bestrafen möchte, ich dies allerdings mit ruhiger Stimme und Verantwortung für meine Gefühle und Verhaltensweisen vortragen kann; und es demzufolge auch nicht tue …

Das gesunde Gegenstück der Intimität ist …
… natürlich die Fähigkeit zur Distanz, wenn wir uns also nach einer nahen Begegnung wieder in einen Zustand der Vollständigkeit und Eigenständigkeit zurückversetzen. Je sorgsamer wir mit uns umgehen, desto leichter fällt uns sowohl die Vereinigung als auch die Trennung, beides Bestandteile von Intimität und Nähe. Intime, enge Beziehungen erfordern ein stabiles und sorgfältig gepflegtes Ich beider Partner.
(nach: Melody Beattie, Unabhängig sein. Jenseits der Sucht, gebraucht zu werden)