Was uns beeinflusst

Das Geschehen an den Finanzmärkten beeinflusst die Höhe unseres Lebensstandards und entscheidet darüber, welche Ausbildungs- und Beschäftigungschancen wir haben, ob wir im Krankheitsfall abgesichert oder im Alter versorgt sind. Es legt fest, wer uns regieren darf und wann und unter welchen Umständen unsere demokratischen Freiheiten eingeschränkt werden können, wie weit Klima und Umwelt zerstört und bis zu welcher Höhe zukünftige Generationen mit Schulden belastet werden dürfen, die sie selbst nicht zu verantworten haben. Sogar die Frage, ob wir in Frieden leben oder von sozialen Unruhen oder gar von Krieg und im schlimmsten Fall von einer nuklearen Katastrophe bedroht werden, hängt letztlich vom Geschehen an den Finanzmärkten ab. Ernst Wolff

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Bittere Analyse

Bittere Worte in diesem – sowieso lesenswerten – Interview des Philosophen Frithjof Bergmann (siehe auch diesen Post) zum Thema der Arbeit:

Wir taten die falschen Dinge und empfanden es als Fortschritt, diese Arbeit langsam zu verrichten.

Heute dürfte sich diesbezüglich nach wie vor wenig daran geändert haben … Als möglichen Grund dazu, warum sich die grosse Mehrheit der Menschheit dazu verführen lässt, eine Arbeit zu verrichten, die sie müde macht und klein hält, um dann Dinge zu kaufen, welche sie nicht braucht, nennt Bergmann:

Vermutlich ist es eine Mischung aus Armut an Begierde und Mangel an Phantasie.

Die (ungeschriebenen) Regeln unserer Gesellschaft

In ihrem Buch Unabhängig sein. Jenseits der Sucht, gebraucht zu werden bringt es die Autorin Melody Beattie auf den Punkt, was die (ungeschriebenen) Regeln unserer Gesellschaft betrifft:

Hab kein Vertrauen, komm anderen nicht zu nahe, spricht nicht über Gefühle und sei nicht verwundbar.

Kein Wunder, dass auf diese Art und Weise Nähe und Intimität auf der Strecke bleiben … 😦

Wie Veränderungen möglich werden


Der Seminarleiter und Geschäftspartner der Integralen Unternehmensentwicklung WertvollLeben.net, Hansjörg Stützle, legt in diesem Video vor allem anhand des Geldes praktisch dar, wie Veränderungen möglich sind. Unterhaltsam, teilweise schockierend, aber auch heilsam.

Über Arbeit, Führung und Berufung

Regina Schlager - Mutig mit dem Herzen führen

Regina Schlager – Mutig mit dem Herzen führen

In ihrem Buch Mutig mit dem Herzen führen schreibt Coach und Autorin Regina Schlager über die so vielfältigen und wichtigen Themen wie Arbeit, Führung oder auch Berufung und lässt dafür verschiedene Frauen, welche sich damit auseinandergesetzt haben und/oder damit arbeiten, zu Wort kommen. An dieser Stelle zitiere ich gerne ein paar Sätze, welche mich aus diesem ermutigenden Werk berührt haben und Lust auf mehr machen:

So schreibt die Autorin selbst zum Thema der Arbeit:

Arbeit ist für mich nicht mehr etwas, das nur in Lohn bemessen werden kann, sich schwer anfühlen muss und abgetrennt ist von dem, was bedeutsam für mich ist. Sie ist wesentlicher Ausdruck dessen, wer ich bin und wofür ich hier bin.

Und über „Führung“ merkt sie an:

Wenn wir die Verantwortung für unser Leben und unsere Arbeit übernehmen, dann kommen wir in die Selbstbestimmung. Wir übernehmen Führung. Das bringt uns in unsere Kraft. Wir sind Führungskraft, mit oder ohne formale Führungsposition.

Zum Gegenstand der Berufung meint die Musikerin und Kommunikationsexpertin Dorit Schmidt-Purrmann:

Ich habe festgestellt, dass es […] für sich spricht, wenn jemand seine Berufung lebt. Ich habe dann nämlich Zugang zu meiner Essenz und strahle mit dem, was ich tue, eine enorme Freude und Begeisterung aus. Das hat eine ansteckende Wirkung. Es zieht Menschen an, vor allem die, die man gerne in seinem Umfeld oder auch als Kunden haben möchte. Für mich hat das auch etwas sehr Authentisches, so ein Mensch kommt dann glaubwürdig rüber. Und das ist genau das, wie ich die Berufung verstehe.

Und zu den Bedingungen, welche es zur eigenen Berufung (immer wieder) braucht, sagt die Charisma-Expertin und Buchautorin Reingard Gscheider Folgendes:

Ich glaube, wir brauchen einen leeren Rucksack. Wenn wir uns auf den Weg der Berufung machen, dann haben wir zumindest für das Losgehen immer schon alles, was wir brauchen. Davon bin ich überzeugt.

SLOW ist das neue Schnell

Das bekannteste SLOW ist sicherlich die seit über 30 Jahren bestehende Slow Food-Bewegung, welche den Genuss von gutem Essen mit der Verantwortung für die lokale Gemeinschaft und Umwelt verknüpft. Der Sendungsbeitrag von SRF Kontext von vor ein paar Tagen (Mach mal langsam! Zauberwort Entschleunigung) öffnete mir die Augen, dass es da noch viel mehr gibt, was wir im Prinzip langsam(er) angehen könnten, sofern wir denn möchten: Slow Travel zum Beispiel, oder langsam Liebe machen, bis hin zu entschleunigtem Journalismus, Slow Finance oder sogar (wieder vermehrt) langsamer, dafür vertiefter Wissenschaft. All diese Bewegungen stellen – zumindest für mich persönlich – wahrlich einen Anlass dar, das Leben erneut gemächlicher anzugehen. Denn, was habe ich, wenn ich durch die Welt hetze, am Schluss aber doch nie ankomme? Dann geniesse ich doch lieber den Weg dorthin …

Flüchtlingshelfer und ihre Arbeit auf Lesbos

Eine bewegende Kurz-Dokumentation (auf englisch) über eine britische Familie, die den ankommenden Flüchtlingen auf Lesbos hilft und die – eben auch – realen, griechischen Reaktionen.