Endlich habe ich die passende Bezeichnung für mich gefunden:

Amateur*

Schon seit Längerem tat ich mich schwer damit, einfach keine passende (Berufs-)Bezeichnung zu haben, für das, was ich tue. Heute Nacht dann die ErLeuchtung:

* «Amateur, der Liebende»

Dieser Name trifft den Nagel meines Erachtens ziemlich genau auf den Kopf.

Natürlich könnte ich mich stattdessen auch Heiler, Seminarleiter, Autor, Verleger, Theologe, Vortragender, spiritueller Forscher etc. nennen für das, was ich tue und bin – etwa: Lebender, Mensch, Mann etc., was es der Bezeichnung und Rollen im Leben halt auch noch so gibt -, doch darum geht es nicht.

Wonach ich in den vergangenen Jahren gesucht hatte und habe, war ein kurzer und prägnanter Begriff für meine Betätigung. Jener ist mir mit dem Amateur nun in die Hände gefallen.

Im Gegensatz zum/r Fachmann/frau (siehe: hier), welcheR schnell einmal auch zum/r Fach-IdiotIn (griechisch für „eigen“) werden kann – d.h., nur noch sein oder ihr Gebiet wahr-nimmt und daher nicht mehr links und rechts schaut -, tut einE AmateurIn alles mit ZuNeigung, manchmal offensichtlicher und manchmal weniger, hin und wieder mit mehr Bewusstheit und dann wieder völlig unbewusst. Dem zu Grunde liegt jedoch stets die Liebe, egal, was da gerade auf ihn/sie zukommen mag … Ein solches (Selbst-)Verständnis berührt mich und macht mich glücklich.

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Worte wie aus einer anderen Zeit – Psychoanalytiker Erich Fromm über das Glücklichsein, unser Wirtschaftsystem und noch so manches mehr

In diesem rund 40 minütigen Video spricht der Psychoanalytiker, Psychologe und Philosoph Erich Fromm über so verschiedene Dinge wie sein Aufwachsen, die Freud’sche Analyse, Karl Marx und die Religion, Kapitalismus, das Christentum, das Glücklichsein oder auch Armut und Reichtum. In seiner Analyse der damaligen Gegenwart (notabene: 1980 und früher!) fallen bemerkenswerte Worte, welche auch heute noch eine immense Wahrheit transportieren und darum auch Kraft haben. Hier ein paar Müsterchen:

Die Normalen sind die Kränksten. Die Kranken sind die Gesündesten.

Oder auch:

Glücklich der, der ein Symptom hat…

Die Zeit, um sich auf diese Zeitreise zu begeben, ist es meines Erachtens allemal wert.

Über Führung

In diesem Blog habe ich bereits verschiedentlich (hier, hier oder hier) über Führung/Gurus etc. geschrieben. Aktuell ein weiteres Zitat, welches in Sachen Führung den Nagel meines Erachtens auf den Kopf trifft:

Der Lehrer ist derjenige mit der grössten Erfahrung und dem ausgeprägtesten sechsten Sinn, und er führt das Team experimentell, ohne Landkarte und nur nach seinem Gefühl durch das Labyrinth. Der einzige Grund, aus dem man diesem Führer folgen würde, ist der, dass bei ihm die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass er einen falschen Weg wählt, dass er sich irrt oder schwach wird und sich verführen lässt.

(Lee Lozowick)

Was zählt

Frage ich nun aber: „Was brauchst Du wirklich?“, sind die meisten Menschen, besonders die Männer, sehr irritiert. Wir sind es nicht gewohnt, diese Frage gestellt zu bekommen. Selbst in der eigenen Beziehung oder Familie passiert dies selten. Wenn ich die Frage aber mit einem wirklich menschlichen Interesse wiederhole, dann höre ich immer wieder Erstaunliches: Ich höre nichts von Wünschen nach mehr Nahrung, einem grösseren Haus, schöneren Kleidern, einem noch abenteuerlichen Urlaub, einem grösseren Auto oder mehr Geld. Nein, ich höre bei dieser intimen Frage keine Wünsche nach äusseren Dingen. Was höre ich dann? Ich höre vom Hunger nach Anerkennung, von der Sehnsucht nach Liebe und Harmonie, vom Wunsch nach Versöhnung mit den Eltern, Kindern, Nachbarn und Kollegen. Dann weiter von der Versöhnung mit sich selbst, dem Wunsch nach innerer Zufriedenheit. Weiter höre ich vom Wunsch nach Gesundheit und gesunder Umgebung und Natur. Und ich höre auch von dem Wunsch nach Kreativität durch eine sinnvolle Arbeit. (aus: Uwe Burka, Jeder kann die Zukunft mitgestalten)

Hinweis zu einer dazu passenden Veranstaltung:
5. – 7. Januar 2018
Was ich wirklich brauche – Seminar zur Verwirklichung eigener Träume
Haus zur alten Farb
Farbweg 18
CH-8805 Richterswil

Eine neue Sichtweise auf die Arbeit 4.0

Im neusten Artikel des Blogs Beruf + Berufung kommt Bastiaan van Rooden, Chef der Produktedesign-Firma nothing.ch zu Wort. Neben seiner Aussage, dass wir uns doch wieder vermehrt dem Spiel – und damit auch dem Fehlermachen – hingeben sollten/dürften, weil wir dadurch am schnellsten und effektivsten lernten, beeindruckte mich eine weitere Antwort; und zwar diejenige zur Frage, wie denn die Arbeit der Zukunft, neudeutsch mit „Arbeit 4.0“ bezeichnet, ausschauen könnte. Dazu van Rooden:

Es ist absurd, dass mein Arbeitskollege und ich die Wirtschaft nur dann fördern, wenn wir je das Kind des anderen betreuen würden statt unser eigenes. Ich befürworte angesichts der Umwälzungen infolge der Digitalisierung auch ein bedingungsloses Grundeinkommen. Es würde uns erlauben, wesentlich produktiver, ausgeglichener – ja menschlicher zu leben.

Über Krieg und die Manipulation von Massen – ein paar erschreckende, aber durch und durch wahre Aussagen

Im  lesenswerten Buch von Michael Tellinger, Das Ubuntu-Prinzip, zitiert der Autor ein paar erschreckende, aber durch und durch wahre Aussagen zu Themen wie ‚Krieg‘ oder auch ‚Manipulation der Massen‘:

Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebensowenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schliesslich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt … Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land. (Hermann Göring)

Übrigens dieselbe Philosophie, welcher sich George W. Bush meines Erachtens nach dem 11. September 2001 bedient hatte …

Paradoxe Mobilität

Die neuste Ausgabe der Zeitschrift moneta widmet sich dem Thema der Mobilität und wundert sich darin auch, wie viel öffentlichen Raum wir dem Privatverkehr überlassen. Auf den Punkt gebracht gipfelt dieser Artikel schliesslich in einer Gegenüberstellung von Auto und (vermeintlicher) Freiheit:

Das Auto verspricht Mobilität, aber es immobilisiert seine Insassen mit Sicherheitsgurten. Es verspricht Freiheit, aber kein Raum ist so hoch reglementiert wie der Strassenverkehr. Es verspricht individuelle Fortbewegung, aber nirgends bewegt man sich so im Gleichtakt wie im Stau. Strassen sollen Menschen verbinden, aber kleine Kinder dürfen sie nicht allein überqueren.