Worte wie aus einer anderen Zeit – Psychoanalytiker Erich Fromm über das Glücklichsein, unser Wirtschaftsystem und noch so manches mehr

In diesem rund 40 minütigen Video spricht der Psychoanalytiker, Psychologe und Philosoph Erich Fromm über so verschiedene Dinge wie sein Aufwachsen, die Freud’sche Analyse, Karl Marx und die Religion, Kapitalismus, das Christentum, das Glücklichsein oder auch Armut und Reichtum. In seiner Analyse der damaligen Gegenwart (notabene: 1980 und früher!) fallen bemerkenswerte Worte, welche auch heute noch eine immense Wahrheit transportieren und darum auch Kraft haben. Hier ein paar Müsterchen:

Die Normalen sind die Kränksten. Die Kranken sind die Gesündesten.

Oder auch:

Glücklich der, der ein Symptom hat…

Die Zeit, um sich auf diese Zeitreise zu begeben, ist es meines Erachtens allemal wert.

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Christus und das Christentum

Christentum darf nie mit Christus verwechselt werden. Christus ist etwas völlig Anderes als Christentum. Wer also Christus verstehen will, der/die muss auf direktem Wege gehen, unmittelbar, nicht über Rom (oder andere Städte des Glaubens; Anm. d. Verf.). Anders wird man/frau Christus nie verstehen. Christus oder Krishna oder Buddha lassen sich nicht organisieren. Sie sind so unermesslich, dass ihnen keine Organisation gerecht werden kann. Nur kleine Dinge lassen sich organisieren […] Sie sind so unermesslich, dass man/frau sie tötet, sowie man/frau sie in ein Muster zu zwängen versucht.
Es ist so, als wolltest Du den unendlichen Himmel in Deinen kleinen Händen halten, in der geschlossenen Faust. Ist die Hand offen, kann der Himmel sie berühren, kann ein Stückchen Himmel auf ihr sein; aber sobald die Hand zur Faust geschlossen wird, ist er schon entwischt.

(Osho in: Komm und folge mir. Z.B. hier.).