Liebeshinweise für sie und ihn

Diese (Liebes-)Hinweise wurden nach dem Vorbild von Dr. Andreas Ruck, Berlin erstellt. Sie können auch von seiner inspirierenden Website rund um das Thema „Liebe“ als pdf (Hinweise für sie / Hinweise für ihn) heruntergeladen werden. Vergleiche auch seine ausgezeichnete Unterscheidung zwischen Liebe und Co-Abhängigkeit (ebenfalls pdf) …

Liebeshinweise für ihn

Wenn ich … dann bitte ich dich … weil … Stattdessen bitte ich dich:
spreche, nimm mich nicht wörtlich, belehre, repariere und analysiere mich nicht, ich meine Welt der Gefühle ausdrücke. Bleibe präsent. Höre mit Verbundheit und mit Gefühl zu, solange es für dich passt. Dann zeige mir (auch körperlich), dass du mich liebst, und sage, was du brauchst.
etwas bin, tue, sage, was dir nicht gefällt, kritisiere mich nicht (auch nicht innerlich), mich das alt und verdrossen macht. Ich fühle mich dann nicht geliebt. Lobe das, was (schon ein wenig) so ist, we es dir gefällt (mind. 5-10 Mal am Tag). Zeige mir (auch körperlich), dass du mich liebst. Dann kannst Du evtl. über dich und deine Gefühle sprechen.
nörgele und unzufrieden bin, gib nicht auf und ziehe dich nicht zurück ich sonst noch verschlossener werde. Nimm es als Herausforderung, mich mit Humor und deiner Präsenz zu öffnen. Spüre, wonach mein Herz sich sehnt. Zeige mir (auch körperlich), dass du mich liebst.
unentschlossen bin, frage mich nicht, was ich will, mich das noch verzweifelter macht (oder meinen männlichen Teil hervorbringt). Zeige den Weg, auf dem ich mich mit dir entspannen und dem Jetzt hingeben kann.
von Gefühlsstürmen geschüttelt werde, analysiere mich nicht, rede es nicht weg und lauf nicht (innerlich) davon, ich mich dann ungeliebt fühle. Bleibe verbunden, präsent und reaktionslos im gegenwärtigen Moment. Spüre, wonach mein Herz sich sehnt. Zeige mir (auch körperlich), dass du mich liebst.
meine gegenwärtigen, spontanen Gefühle zeige, erschrick nicht, verurteile oder analysiere mich nicht, weil mich diese primären Gefühle mit meiner weiblichen Essenz stärker verbinden. Vertraue mir mehr als dir, weil ich dir auf diesem Weg mehr über das Liebeslicht zeigen kann.

Liebeshinweise für sie

Wenn ich … dann bitte ich dich … weil … Stattdessen bitte ich dich:
verschlossen bin, nörgel, kritisiere oder rede nicht, ich mich ungeliebt fühle, mich mehr verschliesse, meinen Interessen und meinem „Kopf“ zuwende. Zeige mir (körperlich), dass du den Teil von mir verehrst, d er dich in grössere Teifen und Offenheit leiten kann. Zeige mir, dass du dich danach sehnst, dich mit mir und durch mich für die Liebe zu öffnen, und du mich einlädst, es zu tun.
unentschlossen bin, übernimm nicht selbst die Führung, rede, das meinen männlichen Teil schwächt. Zeige mir deinen Schmerz und deine Freude offen und ungeschützt, wild und tief wie der Ozean, so dass ich zusätzlich Orientierung habe für meine Entscheidung.
dich nicht (genug) beachte, jammere nicht, gib nicht auf, ich sonst das Interesse am Zusammensein mit dir verliere. Öffne dich, zeige mir deine Sehnsucht, dich mir ganz hinzugeben.
Werbeanzeigen

Unterschied zwischen Liebe und Co-Abhängigkeit

Diese Unterscheidung wurde nach dem Vorbild von Dr. Andreas Ruck, Berlin erstellt. Sie kann von seiner sowieso inspirierenden Webseite rund um das Thema „Liebe“ als pdf heruntergeladen werden. Mit freundlicher Genehmigung.

Wichtig ist, dass …

LIEBE CO-ABHÄNGIGKEIT
(Ja) Verantwortung für die eigenen Gefühle (Nein)
1. Etwas erzeugt Unbehagen.
2. Ich atme durch und nehme es an.
3. Ich teile mein Unbehagen präzise mit.
4. Bin evt. einige Minuten mit mir allein.
1. Etwas erzeugt Unbehagen.
2. Ich will, dass es weggeht.
3. Wer/was hat es ausgelöst?
4. Das muss sich ändern/Du musst dich ändern!
(Nein) Verantwortung für die Gefühle des/r Partners/in (Ja)
1. Ich spüre das Unbehagen des Partners.
2. Ich sehe es und nehme es an.
3. Ich teile mit, dass ich ihr/sein Unbehagen bemerke und es sein darf.
1. Ich spüre das Unbehagen des Partners.
2. Dies erzeugt mein Unbehagen (Schuld, Verantwortlichkeit …).
3. Wer/was hat es ausgelöst?
4. Das muss sich ändern/Du musst dich ändern!
Worstcase
Durch Unachtsamkeit einen der vielen Momente für eine liebevolle Begegnung verpassen – es kommen jedoch neue Momente.
. Nicht mehr geliebt zu werden.
. dass die Beziehung endet
. alleine zu sein.
Ja, Ich sage meine Wahrheit über die Beziehung/den Partner Nein
. weil uns jede Offenheit näher bringt.
. weil ich dazu ermutigt werde.
. weil die Gefahr besteht, den Anderen zu verletzen.
. weil ich dafür keine Unterstützung bekomme.
. weil das nur zu schmerzhaftem Streit führt.
Ich erfülle die Bedürfnisse des Anderen …
. wenn es mir eine Freude ist.
. weil es mein Bedürfnis zu schenken erfüllt.
. weil ich Angst vor dem Unbehagen des Partners habe.
. damit er/sie meine erfüllt.
. damit er/sie mich mehr liebt.
. sonst fühle ich mich schuldig.
. aus Pflicht.
. weil das zu einer Beziehung gehört.
(mir selbst) Meine Sicherheit beruht auf … (der Beziehung)
Ich habe mich selbst angenommen mit all meinen Gefühlen, Bedürfnissen und Mustern.
Ich versuche meine Angst zu minimieren, indem ich den Partner kontrolliere.
Schmerzhafter Streit beruht auf …
… beide wollen den Partner ändern.
… der Partner sagt das „Falsche“.
(Selbst-Verantwortung) Streit wird beendet durch … (Eskalation)
… das eigene Gefühl fassen und beschreiben, ohne Anklage.
… den Partner zurechtweisen, grollen, Dampf ablassen u.ä.
Treibende Kräfte für bleibenden Kontakt
1. Attraktion/Anziehungskraft
2. Be-Geist-erung
3. Bewusstsein, dass mehr durch den Partner
4. Liebe und Wachstum für mich möglich ist
1. Gewohnheit/Normalität
2. Sicherheitsbedürfnis/Angst
3. Angst vor dem Alleinsein
4. Bedürfnis nach Anerkennung, Zuwendung, Mitgefühl
Ich glaube, dass ich …
. wertvoll bin.
. liebenswert bin.
. wertlos bin.
. Zuneigung eigentlich nicht verdiene.
Das Besondere an der Beziehung ist …
… dass ich mich zur anderen Person hingezogen fühle.
… der/die andere mich liebt.
Wenn der Partner Nein sagt …
… höre ich die Bedürfnis(se) des Partners (als Geschenk), welches ihn in diesem Moment hindert, meinen Wunsch zu erfüllen.
… höre ich Zurückweisung und fühle ich mich verletzt.
Nähe ist …
. schön! Ich geniesse sie, immer dann, wenn sie sich einstellt.
. das Ergebnis meiner Freude und Freiheit.
. zwingend! Ich fühle mich ständig zurückgewiesen und versuche alles, um Nähe herzustellen (abhängiger Teil) oder
. bedrohlich! Ich fühle mich eingeengt und versuche meine Freiheit und Unabhängigkeit herzustellen.
Wichtig ist, dass …
. ich meine Wahrheit (was mir wichtig ist) lebe.
. mich mein Partner dabei unterstützt.
. ich wachsen und lernen kann.
. mein Partner zufrieden ist, ich ihn glücklich mache
. mein Partner seine Wünsche/Wahrheit zurückstellt.
. Stabilität, Sicherheit und Beständigkeit herrscht.
Unsere Beziehung ist …
. ein wunderschönes Geschenk zur Bereicherung meines Lebens.
. oft das Einzige, was mir Stabilität, Sicherheit, Glück und Zufriedenheit gibt.
Neues und Veränderungen sind …
. aufregend.
. bedrohlich.
Wenn der Partner sich verändert/verändern will …
. ermutige und unterstütze ich den Partner in seinem persönlichen Wachstum (auch wenn es sich anfühlt, als könne es uns trennen).
. mache ich in der mir eigenen Art deutlich, dass er/sie das bleiben lässt, weil jede Veränderung die Beziehung gefährdet.
Vertrauen entsteht durch …
. die Erfahrung, dass Nähe auch nach schwierigen Phasen wieder wächst.
. Sicherheit, dass sich mein Partner (aus der Angst vor dem Alleinesein) an alle (unausgesprochenen) Verabredungen/Regeln hält.
Wenn der Partner meinen (inneren) Raum betritt, und es gerade nicht passt, dann …
. achte ich die Gefühle, die bei mir entstehen, teile ich diese mit, und mein Bedürfnis nach eigenem Raum, sowie meinen Wunsch nach … Minuten des Alleinseins.
. reagiere ich oft ärgerlich, wütend, vorwurfsvoll (oft Anti-Abhängiger-Teil) oder
. kontrahiere ich innerlich und behalte ich meine Gefühle für mich und fühle ich mich sehr unwohl (oft der abhängige Teil).
Zeichen für meine sehr grosse Liebe ist …
. Offenheit, über alles zu sprechen.
. Energetischer Kontakt (Zwei ist mehr als eins.)
. Keine Angst vor den Reaktionen des Partners
. Vertrauen in die eigene Kraft, welche in Anwesenheit des Partners bei sich bleiben kann.
. dass ich mich sehr abhängig fühle („Ohne dich niemals!“)
. ich mir etwas Anderes nicht vorstellen kann und kaum andere Interessen habe.
Zeichen für die sehr grosse Liebe meines Partners ist …
. dass sie/er in meiner Gegenwart glücklich ist.
. seine/ihre Abhängigkeit von mir.
. dass er/sie es mir sagt und zeigt.
. seine/ihre Eifersucht.
(Ja)

(Nein)

Ich kann mich 100%-ig auf den Partner einlassen …  /
(bzw. suche unbewusst nach besserem Partner)
(Nein)

(Ja)

. weil ich keine Erwartungen an den Partner habe.
. weil ich mich dafür entscheide.
. weil er/sie nicht vollständig meine Bedürfnisse erfüllt.
. weil ich nicht genug Liebe bekomme/spüre.
. weil ich das Bild des perfekten Partners in mir trage (evtl. ja, weil ich doch keinen Besseren bekomme).
Ich sage, was mir nicht gefällt (Nein – abhängiger Partner)
. wenn es wichtig für mich ist, meine Gefühle durch Aussprechen zu erforschen.
. Angst vor dem Verlassenwerden, Reaktion, Wut.
. weil ich dabei nicht ermutigt werde (Ja – antiabhängiger Partner).
. sichert meine Autonomie und Kraft.
. verbessert den Parnter (damit er sich ändert).
Vertrauen habe ich, weil …
. ich mich selber als stark und liebevoll empfinde.
. ich weiss, dass mein Partner meine Schmerzgrenzen kennt.
. ich weiss, dass mein Partner nicht leichtfertig über meine Schmerzgrenzen geht.
. mein Partner sich gegen andere Frauen/Männer verschlossen zeigt.
. mein Partner Angst hat vor den Konsequenzen (meiner Wut, Ärger, Zorn, Rückzug), wenn er/sie meine Grenzen überschreitet.
. ich (auch sonst) meinen Partner gut unter Kontrolle habe.
. er/sie mir ausreichend oft seine Liebe versichert.