Meine AufGabe

Kürzlich stolperte ich über das Wort Aufgabe. Natürlich ist mir die Bedeutung von zum Beispiel Rolle oder Pflicht bewusst. Dass meine AufGabe jedoch auch etwas mit LosLassen zu tun haben könnte, dass ich also mit meiner Rolle und/oder Pflicht aufhöre (n kann), ist noch neu für mich …

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Ich lasse los…

Je mehr Verbote es gibt, desto weniger tugendhaft werden die Leute sein.
Je mehr Waffen es gibt, desto weniger sicher werden die Leute sein.
Je mehr Hilfsgelder es gibt, desto weniger selbstbewusst werden die Leute sein.
Daher sagt der Meister:
Ich lasse das Recht los, und die Leute werden redlich.
Ich lasse die Wirtschaft los, und die Leute werden wohlhabend.
Ich lasse die Religion los, und die Leute werden heiter und ruhig.
Ich lasse das Verlangen nach Allgemeinwohl los, und das Wohl verbreitet sich so allgemein wie das Gras.

Rüdiger Dahlke nach: Tao te King (aus: Das Schattenprinzip. Die Aussöhnung mit unserer verborgenen Seite.)

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig & beladen seid

Dieser Vers aus dem Matthäus-Evangelium (11,28; in einer etwas ältlichen Übersetzung) nimmt für mich immer konkreter Form an. Dh., ich verstehe diesen immer wörtlicher.

In letzter Zeit habe ich einige Klientinnen und Klienten, die so viele Lasten mit sich herum tragen – nicht nur psychische, sondern auch physische. Das lässt sich leicht an deren Körperhaltung ablesen.

Immer mehr erfahre ich dann während den Behandlungen, wie sie diese nach und nach abwerfen und loswerden können. Die Menschen richten sich danach meist auch körperlich auf! Welche Wohltat, nicht mehr so viel tragen zu müssen und Lasten, die einem gar nicht gehörten, abgegeben zu haben!

Danke, Meister Jesus, über deinen Ausspruch und über diese Möglichkeit, (auch psychische) Lasten physisch loszuwerden.

Festhalten vs. Vertrauen II

Halte nichts fest,
damit der Fluss der Liebe
nicht unterbrochen wird
und so alle erreicht.

Aber halte mich fest,
damit auch ich es spüren kann,
dieses Strömen,
das alles durchfliesst.

Johanna Arlt

Festhalten vs. Vertrauen I

In Ihrem Buch „Seidentanz“ schreibt Federica de Cesco einen wunderbaren Satz:

Mann kann sich nicht am Wasser festhalten, um in ihm zu schwimmen. Man muss ihm vertrauen.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.