Meine AufGabe

Kürzlich stolperte ich über das Wort Aufgabe. Natürlich ist mir die Bedeutung von zum Beispiel Rolle oder Pflicht bewusst. Dass meine AufGabe jedoch auch etwas mit LosLassen zu tun haben könnte, dass ich also mit meiner Rolle und/oder Pflicht aufhöre (n kann), ist noch neu für mich …

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Ehrliche Worte zu unserem Umgang mit Gesundheit und Krankheit

In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger äussert der Arzt, Autor und Seminarleiter Rüdiger Dahlke klare und direkte Worte zu unserem Umgang mit Gesundheit und Krankheit im Allgemeinen, sowie zu demjenigen der Schulmedizin im Speziellen. Unter Anderem kommt der Alternativmediziner dabei auch auf den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung zu sprechen. Jenen verortert er darin, dass wir wieder

die Verantwortung für unsere Probleme übernehmen [müssen], denn die kann uns niemand abnehmen, auch der beste Arzt nicht. Es ist ein Jammer, dass wir im Deutschen Schuld und Verantwortung synonym verwenden. Tatsächlich geht es darum, Antworten zu finden auf die im Krankheitsbild deutlich werdende Aufgabe und ­Herausforderung des Schicksals. In anderen Sprachen zeigt sich das noch deutlicher: responsibilità, responsabilité, responsibility – es geht um die ­«ability to respond», die Fähigkeit, Antworten zu finden. Ich arbeite seit fast vier Jahrzehnten als Arzt und habe tausendfach erlebt, wie entscheidend es ist, dass die Menschen die Verantwortung für ihre Gesundheit nicht delegieren.

Auf die Frage, weshalb er ein derart starker Kritiker der Schulmedizin geworden ist, antwortet Dahlke folgendermassen:

Sie kann keine Krankheiten heilen. In der ersten Lebenshälfte gelingt es noch ganz gut, mit Medikamenten Symptome zu unterdrücken, in der zweiten Lebenshälfte bei chronischen Krankheiten ist das kaum mehr möglich. Und wenn doch, ist es kontraproduktiv. Natürlich kann man bei Rheuma mit sehr starken Medikamenten den Schmerz unterdrücken, aber das rächt sich ebenso sehr, wie wenn Sie im Auto die Warnlampe, die sie auf den fast leeren Benzintank aufmerksam macht, einfach überkleben.

Als Alternative schlägt er

Fasten, Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und ein Verständnis für die seelischen Ursachen der Krankheit

vor, also (mehrheitlich) Verhaltensänderungen. Denn – und jetzt folgt eine ziemlich klare Kritik am herkömmlichen System –

allzu oft sind Ärzte bloss noch Verwalter von Krankheiten und Medikamentenhändler. Die meisten Pillen helfen aber nicht den Patienten, sondern der Pharmaindustrie.

So, wie ich dieses Interview lese und verstehe, geht es Rüdiger Dahlke allerdings weniger um die Kritik am Status quo, sondern eher darum, unseren Umgang mit Gesundheit und Krankheit auszuweiten. Das lese ich u.A. auch an der folgenden Antwort ab:

Mir liegt daran, die wissenschaftlich-analytische Weltsicht durch eine spirituelle Dimension zu erweitern. Wenn wir die grundlegenden Lebensprinzipien nicht verstehen, die uns schon die antike Mythologie vor Augen führte, fehlt es uns an Orientierung.

Oder hierbei:

Mein wichtigstes Ziel ist es, ein Feld ansteckender­ ­Gesundheit aufzubauen. Zum Glück begreifen immer mehr Menschen, dass wir weder Gesundheit noch Glück kaufen können, auch wenn grosse Player davon leben, diese Illusion zu nähren.

Ein äusserst starkes Interview!

Wir und die Verantwortung

Evelyne Coën - Hier bin ich

Evelyne Coën – Hier bin ich

In ihrem Buch Hier bin ich. Das tun, was ich wirklich will schreibt Evelyne Coën, Coach und Autorin, auch über die Verantwortung, welche jede und jeder von uns immer wieder hat. Gerne teile ich an dieser Stelle ihre starken Worte:

Wir sind das Wirtschaftssystem, das Gesellschaftssystem, das Reiche und Arme schafft und trennt. Wir sind die Schulen, in denen Kinder gebeugt gehen. Wir sind die Industrie, die mit Krankheit Geld verdient. Wir sind die Konsumenten, die nicht darauf achten, auf welche Art Ware produziert und entsorgt wird oder ob die Tiere für uns leiden müssen. Wir sind auch die Eltern, die darum besorgt sein können, dass unsere Kinder gerne nach Hause finden, ganz egal, was sie umtreibt. Überall sind wir die Handelnden und leisten unseren Beitrag zum Guten, Fördernden wie auch zum Schlechten, Vernichtenden. Jeder und jede an seinem oder ihren Platz kann grundsätzlich ja oder nein sagen.